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National Coalition Deutschland

Netzwerk zur Umsetzung der
UN-Kinderrechtskonvention e.V.


Newsletter der National Coalition Ausgabe 1/2014





Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit dem Versand des letzten Newsletters im Jahr 2013 ist viel in Bewegung geraten. Im Sommer letzten Jahres hat die National Coalition einen eigenständigen Verein gegründet, die „National Coalition Deutschland - Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e. V.“.  Das vorherige Projekt „National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention“ war noch bis Ende 2013 bei dem vorherigen Rechtsträger, der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe-AGJ angesiedelt. Nach rund 18 Jahren steht die National Coalition nun auf „eigenen Beinen“.

Im März 2014  konnte die Geschäftsstelle ihre neuen Räumlichkeiten beziehen, die ebenfalls am Mühlendamm 3 im Haus der Jugendarbeit und Jugendhilfe in Berlin-Mitte angesiedelt sind. Unsere Anschrift ist damit die alte geblieben.
In den vergangenen Monaten waren der Geschäftsführende Vorstand und die wissenschaftlichen Referentinnen auf verschiedenen Ebenen aktiv.

Neben dem Bezug der neuen Büroräumlichkeiten und der Neuorganisation der Geschäftsstelle, wurde das Positionspapier „Die UN-Kinderrechtskonvention umsetzen: Monitoring, Datenerhebung und -auswertung, regierungsinterne Koordination und Beschwerdemanagement“ auf den Weg gebracht.

Die NC präsentierte sich auf dem 15. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Berlin. Sie richtete dort zum einen ein Fachforum zum Thema „Kindeswille versus Kindeswohl“ und zum anderen einen Workshop zu den Rechten von Kindern inhaftierter Eltern, in Kooperation mit dem Deutschen Caritasverband, aus. Wir berichten darüber in der aktuellen Ausgabe unseres Newsletters.

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Edelgard Bulmahn (SPD), Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, die neue Schirmherrin der National Coalition ist. Wir haben mit Frau Bulmahn als Schirmfrau eine starke Unterstützerin mit Blick auf die Verwirklichung der Kinderrechte in Deutschland gefunden.

Jüngst fand am 24. Juli 2014 die Mitgliederversammlung  statt, in deren Rahmen wir einen spannenden Vortrag von Marta Santos Pais, Beauftragte des UN-Generalsekretärs zur Gewalt gegen Kinder, über die Rolle der Zivilgesellschaft für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention und der Umsetzung des III. Zusatzprotokolls zur UN-Kinderrechtskonvention (Individualbeschwerde) erleben durften. Pais verwies in ihrem Input auf die besondere Verantwortung der sozialen Netzwerke zur Verhütung von sexuellem Missbrauch und kritisierte fehlende Gesetze sowie die geringe Aufmerksamkeit der Unternehmen für dieses Problem. Sie wies in diesem Zusammenhang insbesondere auf die Bedeutung von Daten und Statistiken hin, um Regierungen zum Handeln für die Rechte von Kindern zu bringen.

Neben den Berichten aus der Rubrik „Aktuelles aus der National Coalition“ haben wir für Sie in unserem Newsletter, so wie Sie es auch aus der Vergangenheit gewohnt sind, zahlreiche Informationen, Veranstaltungshinweise und Publikationen rund um das Thema Kinderrechte gesammelt.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Sommer(ferien)zeit,

Ihre
Kirsten Schweder
Referentin




Themen dieses Newsletters:




Aktuelles aus der National Coalition

Die National Coalition beim 15. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag


Fachforum Kindeswille oder Kindeswohl? Art. 3 der UN-Kinderrechtskonvention in der Praxis“
Kirsten Schweder
Am 04. Juni 2014 veranstaltete die NC im Rahmen des 15. DJHTs  ein 90minütiges  Fachforum zum Thema: „Kindeswille oder Kindeswohl? Artikel 3 der UN-Kinderrechtskonvention in der Praxis“. Wie lässt sich Kindeswille oder Kindeswohl definieren? Eine weitere Herausforderung: Wie werden Kinder und Jugendliche in diesem Kontext angemessen beteiligt? Wie steht es um die Verwirklichung des Anspruchs aus Art. 3 der UN-Kinderrechtskonvention, dass bei allen Belangen Kinder betreffend, deren Wohl vorrangig zu berücksichtigen ist? Diesen Fragen wurde im Rahmen des Fachforums nachgegangen.
Zunächst erfolgte ein fachlicher Input von Prof. Dr. Larissa von Schwanenflügel, Fachhochschule Frankfurt am Main und von Prof. Dr. Jörg Maywald, Sprecher der National Coalition. Im Nachgang schloss sich eine lebhafte Diskussion der rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, in der schnell deutlich wurde, das es gar nicht so einfach ist, zu definieren, was im Sinne von Art. 3 der UN-Kinderrechtskonvention den „best interests“ des jeweiligen Kindes entspricht. Moderiert wurde die Diskussion von Claudia Kittel, Sprecherin der National Coalition.
Prof. Dr.  von Schwanenflügel stellte eingangs fest, dass das Spannungsfeld von Kindeswohl und Kindeswille, ein Thema ist, das einerseits durch die verstärkte Thematisierung, Prävention und Kontrolle von Kindeswohlgefährdung und andererseits durch die Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention verstärkt zum Thema geworden ist.
Was heißt Kindeswille und was verstehen wir unter Kindeswohl? Dieser Frage gingen beide Inputgeber eingangs zunächst auf den Grund.  Kindeswohl und Kindeswille sind normativ aufgeladene Konstruktionen von Erwachsenen, so Schwanenflügel. Kindeswille ist nach einer Definition von Kotthaus: „das Bestreben des Kindes, eine persönlich relevante Vorstellung zu erreichen oder zu erhalten (Kotthaus 2010).
Maywald beschrieb Kindeswillen, der von Erwachsenen auch im Konfliktfall nicht missachtet werden dürfe, entsprechend einer Definition von Peters/Wiesemann als „nachdrückliche Meinungsäußerung des Kindes, die wiederholt vorgetragen wird, für das Kind eine besondere emotionale Bedeutung hat und deren Nichtbeachtung die Selbstachtung des Kindes untergraben würde“ (Peters, Wiesemann 2013).
In Deutschland befinden wir uns, so Schwanenfügel, in einer Situation, in der Kindheit und Jugend immer stärker funktionalisiert und auf belastende Weise verdichtet wird. Im Diskurs, mit Blick auf die Frage, was Kinder und Jugendliche brauchen, werde diese vor allen Dingen im Hinblick auf eine unübersehbare Zukunft beantwortet. Kindeswohl werde allzu häufig also nur mit Blick auf zukünftiges Kindeswohl gesehen.
Maywald benannte im Rahmen seines Inputs die folgenden Thesen:


These 1
 Zur Ermittlung und Bestimmung der besten Interessen des Kindes (Kindeswohl) gehört die alters- und reifeangemessene Berücksichtigung der Sichtweisen (Meinung) des Kindes notwendig dazu. Art. 3 Abs. 1 und Art. 12 UN-Kinderrechtskonvention ergänzen einander. Sie gehören beide zu den Allgemeinen Prinzipien (General Principles) der Konvention.
These 2
Beteiligung kennt keine Altersgrenze. Wenn es um junge bzw. nicht sprachfähige Kinder geht, bedarf es erwachsener Feinfühligkeit (Sensitivität), um die Sichtweisen (Meinung) des Kindes zu verstehen und einzubringen.
These 3
Die Beteiligung von Kindern darf nicht dazu missbraucht werden, die erwachsene Verantwortung für die Verwirklichung der besten Interessen des Kindes (Kindeswohl) auf die Kinder abzuwälzen. Erwachsene haben die Verantwortung, ihre unvermeidliche Macht Kindern gegenüber ausschließlich an deren besten Interessen orientiert zu nutzen.
These 4
Das Verhältnis von Kindeswille und Kindeswohl im Einzelfall reicht von der Notwendigkeit, die besten Interessen gegen den Willen eines Kindes durchzusetzen (z. B. im Falle einer Kindeswohlgefährdung) bis hin zu der Erfordernis, dem kindlichen Willen auch gegen erwachsene Überzeugungen zu folgen (z. B. bei medizinisch nicht indizierten Genitalbeschneidungen von Jungen). In den meisten praktischen Fällen geht es um Abwägungen irgendwo zwischen diesen beiden Extremen.
Ein Teilnehmer appellierte in der sich anschließenden Diskussionsrunde an das Publikum die „Nachdenklichkeit“ mit Blick auf den Spagat zwischen Kindeswille und Kindeswohl ruhig noch zu steigern und in diesem Zusammenhang auch Unsicherheit zuzulassen, auch wenn dies kein einfacher Weg sei. Angemahnt wurde auch die stärkere Berücksichtigung auch nicht verbal vorgetragener Willlensbekundungen von Kindern.
Es bedarf einer klaren Anwaltschaft für den Willen des Kindes, so ein weiterer Beitrag aus dem Publikum. Kinder müssten Unterstützung finden, damit ihr Wille zur Geltung kommt. Es sei nicht immer einfach einen Kompromiss zu finden, es ginge aber letztendlich um parteiliches Verhalten für den Willen des Kindes.


Workshop: „Im Regen stehen gelassen?“
Judit Costa und Sandra Schrader
Eine weitere Veranstaltung fand am gleichen Tag in Kooperation mit dem Deutschen Caritasverbandes und dem Projekt Online-Beratung für Angehörige Straffälliger statt. Der Titel des 60minütigen Workshops lautete: „Im Regen stehen gelassen? – Kinder Inhaftierter als Zielgruppe der Kinder-und Jugendhilfe“. Etwa 100´000 Menschen werden jedes Jahr neu inhaftiert und geschätzte 20 Prozent von ihnen haben eine Familie.
Cornelius Wichmann, Projektleiter der Online-Beratung für Angehörige Straffälliger des Deutschen Caritasverbandes, sprach von ungefähr 50´000 bis 100´000 Kindern in Deutschland, deren Elternteil im Gefängnis sitzt.
Aus dem Blickwinkel der UN-Kinderrechtskonvention beschrieb Claudia Kittel, Sprecherin der National Coalition Deutschland, dass mehrere Kinderrechte von diesen Kindern nicht oder nur sehr eingeschränkt wahrgenommen werden können: zum Beispiel die vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohls (Art. 3), das Recht auf Umgang mit beiden Eltern (Art. 9) und auch das Recht auf Information (Art.17). Doch die Kinder belastet nicht nur, dass sie extrem eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten zu dem inhaftierten Elternteil haben und dass die Familie durch die Inhaftierung oft in große finanzielle Not gerät, auch das Verheimlichen der Haft vor Freunden und Außenstehenden macht ihr Leben schwieriger und führt zum Rückzug aus dem bisherigen Lebensumfeld.
Erste Studien der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Kinder signifikant höher als Gleichaltrige von verschiedenen psychosozialen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen betroffen sind. Etwa drei Viertel der Kinder berichten über negative Auswirkungen der elterlichen Inhaftierung.
Die Webseite http://besuch-im-gefaengnis.de, ein Projekt der Caritas, richtet sich an Kinder im Alter von ca. 8-14 Jahren und möchte diesen die häufigsten Fragen beantworten, die Kinder haben, deren Eltern(teil) inhaftiert ist. Den betroffenen Kindern wird damit eine erste, bisher in Deutschland nicht vorhandene Zugangsmöglichkeit zu grundlegenden Informationen geschaffen (Art. 17 UN-KRK), die ohne die Gefahr der Stigmatisierung zugänglich ist. Die Webseite will den Kindern das Gefühl vermitteln, dass sie nicht allein sind in ihrer schwierigen Situation, und ihnen zeigen, dass sie auch jetzt Rechte haben.


Neue Mitglieder
Im Rahmen ihrer Sitzungen im Januar und im März 2014 hat die Koordinierungsgruppe vier neue Mitglieder in die National Coalition aufgenommen.
Diesen wird an dieser Stelle die Möglichkeit gegeben, sich kurz vorzustellen:


Fröbel e. V.
Die FRÖBEL-Gruppe betreibt Kindergärten, Horte sowie Familien- und Jugendprojekte über gemeinnützigen Gesellschaften in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Bayern,  Sachsen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie in Australien und der Türkei. Seit September 2013 thematisiert das neue FRÖBEL-Leitbild zentral die Rolle der Rechte von Kindern. Die Rechte der bei FRÖBEL betreuten Kinder wurden in Anlehnung an die UN-Kinderrechtskonvention entworfen. Sie sind das gemeinsame Fundament der Arbeit von rund 2500 Erzieherinnen und Erziehern in der FRÖBEL-Gruppe. Das Leitbild finden Sie hier.


Hochschule Magdeburg-Stendal
Der Studiengang „Angewandte Kindheitswissenschaften“ (Applied Childhood Studies) wird seit 2005 an der Hochschule Magdeburg- Stendal am Standort Stendal angeboten. Er ist der erste dieser Art in Deutschland und umfasst eine Regelstudienzeit von sechs Semestern. Kindheitswissenschaften (häufig auch mit KiWi abgekürzt) umfasst ein Querschnittswissen aus Pädagogik, Psychologie, Soziologie (der Kindheit), Gesundheitswissenschaften und Politikwissenschaften. Dazu werden während des Studiums erforderliche Schlüsselkompetenzen im Bereich Kommunikation, Management, Moderation und Mediation erworben. Das Studium der Angewandten Kindheitswissenschaften verfolgt einen hohen Anspruch auf Internationalität. Die Studierenden haben dadurch die Möglichkeit, ihr eigenes Bild von ‚Kind’ und ‚Kindheit’ als historisch und kulturell bedingt zu erkennen. Um dem Anspruch auf Internationalität zu folgen, werden die kindheitsrelevanten Themengebiete grundsätzlich länderübergreifend analysiert und internationale Diskussionen in teilweise englischsprachiger Literatur betrachtet. Die Studierenden sind außerdem in der Pflicht, eines ihrer obligatorischen Praktika im Ausland zu absolvieren. Sie können zusätzlich an interessanten Auslandsexkursionen teilnehmen, wie beispielsweise zum UNO-Ausschuss für die Rechte des Kindes, welcher jedes Jahr in Genf stattfindet. Der Studiengang qualifiziert die Absolventen und Absolventinnen für kindheitswissenschaftliche Berufsfelder. Zu diesen gehören alle Felder, die für die Belange von Kindern und Familien tätig sind; Einrichtungen für Kinder und Jugendliche und insbesondere alle Bereiche des Bildungs-, Erziehungs-, Sozial- und Gesundheitswesen.
Weitere Informationen finden Sie hier.


Hochschule Coburg
Die Hochschule Coburg versteht sich als Hochschule für angewandte Wissenschaften. Dieses Selbstverständnis zeigt sich in einem praxisorientierten Studium sowie in der anwendungsorientierten Forschung. Zur Zeit bietet die Hochschule Coburg 18 Bachelor- und 10 Master-Studiengänge an. Eine besondere Affinität zu den Themen und Arbeitsschwerpunkten der NC liegt insbesondere bei der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit, die menschenrechts- und kinderrechtsrelevante Inhalte und Kompetenzen sowohl in das Bachelor- als auch in das Masterstudium integriert.
Claudia Lohrenscheit ist seit 2013 Professorin für internationale Soziale Arbeit und Menschenrechte an der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit, Hochschule Coburg; von 2003-2012 leitete sie die Abteilung Menschenrechtsbildung am Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin; ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Menschenrechtspädagogik, Kinderrechte, Diskriminierungsschutz, Gender & Diversity.


Outlaw. die Stiftung
Im Sommer 2012 wurde OUTLAW. die Stiftung mit dem Ziel gegründet, auch außerhalb der operativen Arbeit eines freien Trägers der Kinder- und Jugendhilfe das Thema Kinderrechte in den Fokus zu nehmen. So ist die Förderung und Unterstützung junger Menschen und Familien in ihren Rechten auf Entwicklung, Bildung und Teilhabe durch geeignete Vorhaben sozialer, kultureller und wissenschaftlicher Art, so zum Beispiel mit Kampagnen, Förderwettbewerben, politischen Initiativen, konkreten individuellen Hilfen und internationalen Projekten Zweck der Stiftung.
Ausführliche Informationen finden Sie hier.


Positionspapier zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland:
„Die UN-Kinderrechtskonvention umsetzen: Monitoring, Datenerhebung und –auswertung, regierungsinterne Koordination und Beschwerdemanagement

Nach der Anhörung der Bundesregierung  am 27. Januar vor dem UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes in Genf wurde von der National Coalition ein Positionspapier zur Umsetzung einer Monitoringstelle erarbeitet. Darin wird auf die vier folgenden strukturellen  Bausteine zur Umsetzung eingegangen:
1.    Unabhängiges Monitoring
2.    Datenerhebung und – auswertung
3.    Regierungsinterne Koordination und
4.    Beschwerdemanagement


Zum Positionspapier gelangen Sie hier.


Unabhängige Monitoringstelle beim Deutschen Institut für Menschenrechte
Wir freuen uns, dass es in Sachen „Monitoring der Kinderrechte“ weiter voran geht. So hat Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek am 25.06.2014 auf der Pressekonferenz von UNICEF zur Vorstellung des UNICEF-Reports 2014 mitgeteilt, dass die Einrichtung einer Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention beim Deutschen Institut für Menschenrechte vorgesehen sei. Für die Einsetzung einer solchen Stelle hat sich die National Coalition in der Vergangenheit stark gemacht. Die Notwendigkeit der Einrichtung einer solchen Stelle wurde auch vom UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes im Rahmen der Anhörung Deutschlands anlässlich der Berichterstattung zum Dritt-/Viertbericht der Bundesregierung jüngst noch einmal bekräftigt. Wir freuen uns, dass der NC mit der Monitoringstelle beim Deutschen Institut für Menschrechte ein starker Partner im unabhängigen Monitoring zur UN-Kinderrechtskonvention zur Seite gestellt wird.


Mitgliederversammlung 2014 und Termin für die Mitgliederversammlung 2015
Am 24. Juni 2014 fand in Berlin die Mitgliederversammlung des NC e. V. statt. Hier wurde unter anderem  das o.g. Positionspapier der National Coalition zum Monitoring der Kinderrechte in Deutschland vorgestellt sowie Vorschläge für Mitglieder des Beirats der NC gesammelt.
Darüber hinaus hat Marta Santos Pais, Special Representative of the Secretary-General on Violence against Children (SRSG), einen sehr spannenden und inspirierenden Vortrag zum Thema „Die Rolle der National Coalitions für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention“ gehalten.


Save the date: Der Termin für die nächste Mitgliederversammlung ist der 10. Juni 2015.


Die National Coalition gibt es jetzt auch bei Facebook
Seit April hat die NC eine Internetpräsenz bei facebook. Bis Anfang Juli haben 180 Personen „gefällt mir“ geklickt und erhalten so die Nachrichten von Facebook.
Ziel unseres neuen Facebook-Auftrittes ist es, kinderrechterelevante Nachrichten aufzugreifen. Besonderes Augenmerk wird auf die Vernetzung mit Mitgliedern gelegt, sodass deren Inhalte über das Netzwerk der National Coalition Deutschland weiter verbreitet wird. Der Facebook-Auftritt der National Coalition Deutschland hat, anders als andere Kommunikationskanäle, eine unterhaltende Ausrichtung und soll nicht das Kommunizieren eigener Positionen oder Produkte in den Vordergrund stellen, sondern aus vielen verschiedenen Quellen schöpfen. 
Wir freuen uns über weitere „likes“. Sie finden uns hier.


An einer neuen Website unter www.netzwerk-kinderrechte.de wird derzeit noch gearbeitet.




Kinderrechte aktuell

Inkrafttreten des 3. Zusatzprotokolls zur Individualbeschwerde
Am 14. April 2014 ist das 3. Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention ein Individualbeschwerdeverfahren betreffend in Kraft getreten. Das Individualbeschwerdeverfahren ermöglicht Kindern weltweit, sich im Fall von Verletzungen ihrer Rechte beim UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes in Genf zu beschweren, sofern die nationalen Rechtsinstanzen durchlaufen sind.
Zwar sind die Empfehlungen des UN-Ausschusses zum Abschluss eines Beschwerdeverfahrens nicht rechtlich bindend, sie können jedoch hohen politischen Druck erzeugen und Staaten damit zum Einlenken bewegen.
Das Protokoll ist in Kraft getreten, nachdem es 10 Staaten, darunter auch Deutschland, unterzeichnet haben.


Weitere Informationen finden Sie unter www.individualbeschwerde.de und hier.
Sie finden hier darüber hinaus ein Rechtsgutachten von Herrn Dr. Mehrdad Payandeh, das von der Kindernothilfe e. V. in Kooperation mit der National Coalition in Auftrag gegeben worden ist. Eine ausführlichere Vorstellung des Gutachtens finden Sie unter der Rubrik Publikationen.


Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek diskutiert mit Jugendlichen über Cyber-Mobbing

Am 1. Juli hat sich der Staatssekretär im Bundesjugendministerium, Dr. Ralf Kleindiek, mit einer Gruppe von Jugendlichen getroffen, um über das Thema Cyber-Mobbing zu diskutieren. Soziale Netzwerke und Messenger sind bei Kindern und Jugendlichen beliebt, um mit Freunden in Verbindung zu bleiben. Mit den Diensten sind aber auch Risiken verbunden. "Um Cyber-Mobbing zu reduzieren und betroffenen Jugendlichen zu helfen, brauchen wir die Ideen und Vorstellungen der Jugendlichen selbst – denn sie sind auch bei den Risiken des Netzes die ersten Ansprechpartner ihrer Freunde", sagte Dr. Ralf Kleindiek."
Weitere Informationen finden Sie hier.


UNICEF Report 2014
Im aktuellen Report von UNICEF, der am 25. Juni 2014 in Berlin vorgestellt wurde, wird auf die wichtigsten Herausforderungen in Bezug auf die Umsetzung der Kinderrechte eingegangen.  „Ausgrenzung und Gewalt zählen zu den größten Bedrohungen für Kinderrechte“, sagte die UN-Sonderbeauftragte zu Gewalt gegen Kinder, Marta Santos Pais. „Um ihre gravierenden Folgen zu überwinden braucht jedes Land eine nationale Agenda zum Schutz der Kinder vor Gewalt. Dazu gehört eine unabhängige Institution, die den Interessen der Kinder eine Stimme gibt und Beschwerden verfolgt, wenn Kinder ihre Rechte gefährdet sehen.“


Detaillierte Informationen finden Sie hier.
Eine kurze Zusammenfassung finden Sie hier.


Quelle: Pressemitteilung vom 25. 06. 2014


Bausteine des Deutschen Kinderhilfswerk e. V.  anlässlich 25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention
Am 20. November 2014 wird die UN-Kinderrechtskonvention 25 Jahre alt. Obwohl in den letzten 25 Jahren einige Fortschritte für Kinder und Jugendliche in Deutschland erreicht werden konnten, ist unser Land immer noch kein kinderfreundliches Land. Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert des-halb einen grundlegenden Perspektiv- und Politikwechsel in der bundesdeutschen Kinder- und Jugendpolitik.
Nach der UN-Kinderrechtskonvention haben Kinder einen Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung, auf Förderung und Schutz, eine gewaltfreie und sie schützende Erziehung, auf Bildung und Ausbildung, auf eine Erziehung zu demokratischen Einwohnerinnen und Einwohnern sowie auf ihre angemessene Beteiligung am politischen und gesellschaftlichen Leben. Zwischen der Zielsetzung der Konvention und ihrer Verwirklichung in Deutschland klafft jedoch noch eine große Lücke – die hier vorgestellten Bausteine für ein kinderfreundliches Deutschland machen dies deutlich. Deshalb müssen Bund, Länder und Kommunen mehr als bisher Kinder in den Mit¬telpunkt ihrer Politik stellen. Diese Bausteine  können dabei als Handlungsanleitung dienen.
Die praktische Durchsetzung von mehr Kinderfreundlichkeit ist sowohl eine Frage von Paragraphen als auch einer notwendigen Grundüberzeugung unserer Gesellschaft. Sie muss einem tiefen Gefühl für die Achtung des Kindes entspringen. Mehr noch: Es bedarf der Überzeugung, dass Kinder über die Kompetenz verfügen, uns als „Expertinnen und Experten in eigener Sache“ darauf aufmerksam zu machen, was Kinderfreundlichkeit auszeichnet. Gleichzeitig dürfen aber die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht aus dem Blick geraten. Kinderrechte im Grundgesetz und in den Verfassungen der Bundesländer, Beteiligungsrechte in bundesgesetzlichen Vorschriften wie dem Kinder- und Jugendhilfegesetz und institutionalisierte Beteiligungsmöglichkeiten, wie sie die Gemeindeordnungen einzelner Bundesländer vorsehen, sind ebenso wichtig, wenn es um die Durchsetzbarkeit von Kinderinteressen in Deutschland geht.
Alle Staaten der Welt – mit Ausnahme der USA  – haben sich mit der Unterzeichnung der UN- Kin-derrechtskonvention verpflichtet, „alle geeigneten Gesetzgebungs-, Verwaltungs- und sonstigen Maßnahmen zur Verwirklichung der in diesem Übereinkommen anerkannten Rechte“ zu treffen. Die Konvention schreibt fest, dass der Vorrang des Kindeswohls bei allen Kinder betreffenden Entscheidungen zu beachten ist. Davon ist die Bundesrepublik Deutschland auch 25 Jahre nach der Verabschiedung der Kinderrechtskonvention noch weit entfernt.
Zur Broschüre gelangen Sie hier.


Neue Bleiberechte aufgrund der UN-Kinderrechtskonvention oder aufgrund der EU-Grundrechtecharta?

Dr. Falk Fritzsch befasst sich in seinem Gutachten zu den Bleiberechten unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge mit der Frage nach rechtlichen Grundlagen für eine Neuordnung der Bleiberechte in Deutschland auf Grundlage der UN-Kinderrechtskonvention, bzw. der EU-Grundrechtecharta. Den Text finden Sie hier.


Follow-up Gespräch zu den aktuellen Empfehlungen des UN-Ausschusses
Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat am 16. Juni 2014  zu einem Fachgespräch über die aktuellen Empfehlungen des UN-Kinderrechtsausschusses in die Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund eingeladen.

Zum Hintergrund: Der UN-Kinderrechtsausschuss hatte Ende Januar in Genf den gemeinsamen 3. und 4. Staatenbericht Deutschlands zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention sowie den 1. Staatenbericht zum Fakultativprotokoll zu dieser Konvention, betreffend den Verkauf von Kindern, die Kinderprostitution und die Kinderpornografie, überprüft.
Das Fachgespräch sollte als Auftakt für die nachhaltige Umsetzung der Concluding Observations des Ausschusses dienen. Das Gespräch bot zu diesem Zweck 50 Vertreterinnen und Vertretern von Bundesministerien, der Kultusministerkonferenz, der Zivilgesellschaft und aus dem Bundestag die Gelegenheit zu fachlichem Austausch.


Weitere Informationen finden Sie hier.


Caritas-Website für Kinder von Inhaftierten
Endlich Sommerferien, auf mit Papa und Mama zum Baggersee! Aber nicht alle Kinder können in den Sommerferien eine unbeschwerte Zeit mit ihren Eltern genießen. Kinder, von denen Mutter oder Vater im Gefängnis sind, können nur wenige Stunden im Monat mit dem inhaftierten Elternteil verbringen. Häufig sind es die Väter, die vermisst werden.

Mit dieser Situation fühlen sich Kinder oft alleingelassen. Meist haben sie viele Fragen, die ihnen in der Familie nicht immer beantwortet werden. Auf der Caritas-Website http://besuch-im-gefaengnis.de/ werden in kindgerechter Sprache und Aufmachung Fragen rund ums Gefängnis beantwortet: Wie sieht eine Zelle aus? Was macht Mama oder Papa den ganzen Tag im Gefängnis? Und darf ich mein Handy mitnehmen, wenn ich zu Besuch komme? Außerdem haben sich die Kinderreporter Lilli und Selman mit einer Videokamera im Gefängnis umgeschaut und viele neugierige Fragen gestellt.

In Deutschland leben nach Schätzungen rund 100.000 Minderjährige, bei denen ein Elternteil im Gefängnis ist. Die Folgen einer Inhaftierung spürt meist die gesamte Familie: soziale Ausgrenzung, wirtschaftlicher Abstieg oder psychosoziale Probleme. Betroffene Kinder können sich hier von der Caritas-Online-Beratung unterstützen lassen.


Quelle: Pressemitteilung vom 07. Juli 2014




Publikationen und Veranstaltungen

Publikationen


"WIE KINDER ZUM DEUTSCH KOMMEN –
Sprachliche Bildung bei mehrsprachigen und Kindern mit Migrationshintergrund" (2014)

Ein Film von Kurt Gerwig  -  Fachliche Begleitung: Professorin Dr. Iris Füssenich

Unser Bildungssystem tut sich immer noch schwer mit Kindern, die aus einem anderen Land zu uns gekommen oder als Kinder ausländischer Mitbürger hier geboren sind und die deutsche Sprache erlernen wollen. In diesem Film macht die bekannte Sprachwissenschaftlerin und Fachbuchautorin Professorin Dr. Iris Füssenich auf charmante Weise deutlich, wieso sprachliche Bildung eine Schlüsselkompetenz für Kinder mit Migrationshintergrund ist, wie sich die Sprache bei mehrsprachigen und Migrantenkindern entwickelt und worauf es dabei an kommt. Außerdem werden eine gelungene Migrationsgeschichte erzählt und zahlreiche Empfehlungen für die pädagogische Praxis sowie hilfreiche Tipps für Eltern vermittelt. Laufzeit: 45 Min. Mit Bonusmaterial.
Die DVD ist exklusiv bei AV1 Pädagogik-Filme hier zu erhalten.


Quelle: E-Mail vom 09.04.2014


DKHW und MACHmit! Museum veröffentlichen Arbeitsheft zu Kinderrechten
Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in Zusammenarbeit mit dem MACHmit! Museum für Kinder in Berlin ein neues Arbeitsheft für Grundschulen zum Thema Kinderrechte veröffentlicht. Das Heft mit dem Titel "Hier steht nichts drin . was Du nicht über Kinderrechte wissen musst" widmet sich zehn besonders relevanten Artikeln der UN-Kinderrechtskonvention. Hauptanliegen des Heftes ist es, die in der Kinderrechtskonvention enthaltenen Grundsätze auf eine für Kinder verständliche Weise darzustellen und zu erläutern. Deshalb wurde das Heft gemeinsam mit Kindern entwickelt und umgesetzt. Das Kinderrechte-Arbeitsheft eignet sich insbesondere zur Arbeit in Grundschulen. Es wurde gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und kann ab sofort von Schulen als Klassensatz bestellt werden. Zudem steht es auf der Internetseite des Deutschen Kinderhilfswerkes hier zum Download bereit.


Quelle: Pressemitteilung vom 22.04.2014


Rechtsgutachten zur Individualbeschwerde
Im April 2014 wurde im Auftrag der Kindernothilfe e. V. in Kooperation mit der National Coalition ein Rechtsgutachten von Herrn Dr. Mehrdad Payandeh, Juniorprofessor an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, veröffentlicht, das sich mit dem Fakultativprotokoll zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes betreffend ein Mitteilungsverfahren aus der Perspektive der deutschen Rechtsordnung befasst.


Das Gutachten können Sie hier abrufen.


Konferenz und Bericht zur frühkindlichen Betreuung und Bildung
Am 19. /20. Juni 2014 haben die griechische Ratspräsidentschaft in Kooperation mit der Generaldirektion für Bildung und Kultur der EU-Kommission eine Konferenz zur frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung (FBBE) veranstaltet. Hier haben Entscheidungsträger/innen, Interessengruppen wie z. B. Eurochild und die Europäische Elternvereinigung (EPA) sowie weitere internationale Organisationen europäische Strategien zur frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung erörtert. Dabei wurde ein Bericht von Eurydice und Eurostat über FBBE in der EU veröffentlicht. Dieser zeigt, dass das Angebot an hochwertiger frühkindlicher Betreuung, Bildung und Erziehung in vielen Staaten durch verschiedene Faktoren beeinträchtigt wird. Dazu zählen z.B. fehlende Finanzmittel, Personalmangel und fehlende pädagogische Leitlinien für Lehrkräfte. Den Bericht finden Sie hier.


Neben diesem Bericht hat auch die EU-Plattform für die Investition in Kinder (EPIC) mehrere Kurzdossiers über die Auswirkungen frühkindlicher Bildungs-, Betreuungs- sowie Kindererziehungsprogramme veröffentlicht.  Die Kurzdossiers finden Sie hier.


Quelle: AGF Europa News


Kinderfreundliche Stadtgestaltung verbessert Entwicklungschancen von Kindern
Eine kinderfreundliche Stadtplanung und die Möglichkeiten zum selbstbestimmten Spielen wirken sich maßgeblich auf die Lebensqualität und Entwicklungschancen von Kindern aus. Das stellt die Kinderstudie "Raum für Kinderspiel!" fest, die das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit fünf baden-württembergischen Städten durchgeführt hat. Die Studie konzentrierte sich auf die Frage, wie sich die Beschaffenheit des Wohnumfeldes auf den Ablauf des Kinderalltags und auf die Lebensqualität von Kindern auswirkt.
"Unsere Studie gibt nicht nur Hinweise auf Defizite, sondern vor allem Anregungen für eine zielgerichtete und attraktive Ausgestaltung des öffentlichen Raums für Kinder. Wir zeigen ganz klar auf, dass sich mit einer auf Kinder bezogenen Stadtentwicklungspolitik sehr viel erreichen lässt“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Ergebnisse der Studie finden Sie hier.


Quelle: Pressemitteilung  des DKHW vom 15. Mai 2014


Broschüre der Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind (AAK)
"Ausgrenzung und Rückzug, wie sie allergiekranke Kinder und Jugendliche und Familien heute immer noch in ihrem Umfeld erleben, darf es einfach nicht mehr geben. Staatliche Hilfe und Selbsthilfe müssen und können sich hierbei ergänzen", mahnt Marianne Stock, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind e.V. in Herborn.
Erste Kinder-Allergie-Foren, wie sie in Göttingen, Herborn, Gießen, Wesel und Remscheid zu verschiedenen Themen 2013 stattfanden, wurden in der vorliegenden Broschüre dokumentiert. Fachleute aus den unterschiedlichen Professionen kommen ebenso zu Wort wie Eltern mit ihren Alltagserfahrungen. "Wir wünschen uns, dass die AAK Ideengeberin für neue Aktivitäten nachhaltiger Unterstützung wird. Wir wünschen uns überall in Deutschland starke Netzwerke für starke Kinder. Das ist unsere Vision", so Marianne Stock.
Die vollständige Broschüre finden Sie hier.


Jugendbuch zum globalen Kinderrecht auf eine gesunde Umwelt
„Das ist auch unsere Umwelt!“
Das meinen immer mehr Jugendliche angesichts der Umweltzerstörung um sie herum. Und das nicht nur bei uns sondern weltweit. Darum setzen sie sich aktiv für ökologische Kinderrechte ein. Sie beinhalten das Recht auf eine intakte und gesunde Umwelt und dass diese Erde auch für zukünftige Kindergenerationen noch lebenswert ist. Dieses Jugendbuch berichtet von ihnen. Es ist in einer neuen Reihe für Unterrichtslektüren des Persen-Verlages erschienen.
Der Autor, Hans-Martin Große-Oetringhaus, ist nicht nur Kinder- und Jugendbuchautor, er war auch 30 Jahre lang Referent für Globales Lernen der Kinderhilfsorganisation terre des hommes und hat während zahlreicher Projektaufenthalte Kinder und Jugendliche in den Ländern des Südens kennengelernt. Dabei hat er erfahren, dass sich weltweit viele Kinder und Jugendliche nicht mehr allein darauf verlassen, dass die Generation ihrer Eltern sich schon irgendwie auch für die nachfolgenden Generationen stark machen. Bei uns genauso wie in Lateinamerika, Afrika und Asien treten junge Menschen darum aktiv für ihre ökologischen Rechte ein. Von ihnen wird in den zehn Geschichten berichtet: Zum Beispiel von Mateo, der sich in Bolivien gegen die Verseuchung seines Ortes durch eine Mine einsetzt. Oder von Melody, die sich in Sambia dagegen wendet, dass alle Bäume gefällt und zu Holzkohle verarbeitet werden. Die Geschichten eignen sich wegen ihrer Kürze gut als Unterrichtslektüre.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Online-Handbuch und Literaturdatenbank im neuen Layout – Neue Angebote auf der Seite www.bag-jugendschutz.de
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) hat das bewährte Online-Handbuch Kinder- und Jugendschutz und die Literaturdatenbank Kinder- und Jugendschutz grundlegend neu gestaltet und präsentiert damit auf der Homepage unter www.bag-jugendschutz.de ein bundesweit einmaliges Angebot.
Das Online-Handbuch Kinder- und Jugendschutz enthält begriffliche Erläuterungen, Informationen und Verweise auf Angebote zum Themenfeld des Kinder- und Jugendschutzes. Es ist ein »Nachschlagewerk«, das von Begriffsdefinitionen ausgeht. In den angebotenen Texten ist eine Volltextsuche möglich. Das Online-Handbuch ist in Kooperation zwischen der Universität Duisburg-Essen und der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz entwickelt worden und wird unter Hinzuziehung weiterer Kooperationspartner bearbeitet. Es folgt der Idee, von einzelnen relevanten Jugendschutzbegriffen ausgehend, Hinweise auf Informationen zum Kinder- und Jugendschutz, einschlägige Institutionen und Organisationen, Materialien und Literatur zugänglich zu machen. Rechtskommentare sind unter den Stichworten Jugendschutzgesetz (JuSchG), Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) und Jugendarbeitsschutz nachgewiesen.
Die Literaturdatenbank Kinder- und Jugendschutz bietet einen Überblick über vorhandene Artikel, Broschüren und Veröffentlichungen mit inhaltlichem Bezug zu den Themen des Kinder- und Jugendschutzes. Gesammelt werden Aufsätze aus Fachzeitschriften und Zeitungen, Veröffentlichungen der Fachinstitutionen des Kinder- und Jugendschutzes auf Landes- und Bundesebene sowie Bücher, Broschüren, Faltblätter, graue Literatur u.v.m. Online kann in der Datenbank recherchiert werden, die Ergebnislisten können ausgedruckt werden. Jede Literaturangabe enthält neben den bibliografischen Angaben eine kurze Zusammenfassung. In der Geschäftsstelle der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz wird darüber hinaus eine Präsenzbibliothek unterhalten.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) hat die beiden Angebote zum Kinder- und Jugendschutz nutzer(innen)freundlich überarbeitet und bietet damit einen umfassenden Service zu vielen Fragen des Kinder- und Jugendschutzes. Die Literaturdatenbank sowie das Online-Handbuch werden ständig erweitert und aktualisiert.
Sie gelangen hier zum Online-Handbuch.

Veranstaltungen


Fachtagung Lebensmodelle getrennt lebender Eltern und ihrer Kinder: zwischen Alleinsorge und paritätischer Verantwortung
Die Fachtagung findet am Freitag, dem 19.09.2014 in Berlin statt.  Die Veranstaltung von Kinderland e.V. in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie greift die Diskussion über alternative Betreuungs- und Verantwortungsmodelle jenseits überholter Ein-Elternideologien auf.
Weitere Informationen sowie die Anmeldung finden Sie hier.


Jetzt um den medius 2015 bewerben
Die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. (DKHW), die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF) schreiben den medius 2015 aus. Der Preis ist mit insgesamt 2.500 Euro dotiert und würdigt wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten aus dem deutschsprachigen Raum, die sich mit innovativen Aspekten der Medien, Pädagogik oder des Jugendmedienschutzes auseinandersetzen. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2014, die Arbeiten können bei der FSF oder der GMK eingereicht werden.


Quelle: Pressemitteilung des DKHW vom 24.06.2014


Deutsches Kinderhilfswerk bietet in Niedersachsen Weiterbildung zur Moderatorin/zum Moderator für Kinder- und Jugendbeteiligung an
Das Deutsche Kinderhilfswerk bietet von Oktober 2014 bis Juni 2015 an fünf Wochenenden in Niedersachsen eine Weiterbildung zur Moderatorin/zum Moderator für Kinder- und Jugendbeteiligung an. Zielgruppe der Ausbildung sind vor allem Fachkräfte von Trägern der freien und öffentlichen Jugendhilfe, Kinderlobbyisten sowie Fachkräfte aus dem Bereich der schulischen und außerschulischen Bildung. Sie vermittelt Methoden und Fertigkeiten zur Durchführung von eigenen Beteiligungsprojekten und zeigt auf, wie Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Alltag verankert werden kann.
Weitere Infos unter www.kinderpolitik.de.


Quelle: Pressemitteilung des DKHW vom 23.04.2014


„Kinderrechte –Fixstern einer modernen Kinder- und Jugendhilfe?“
Der Kinderrechte-Kongress-Koblenz  findet am 25. und 26. September 2014 statt und bietet die Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand zur Umsetzung der Kinderrechte zu informieren,  Projekte und Akteure aus der pädagogischen Praxis in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland kennenzulernen und mit interessierten Kolleginnen und Kollegen intensiv Erfahrungen und Ideen zu diskutieren. Der Kongress richtet sich an Führungskräfte und Mitarbeiter/innen in Institutionen der freien und öffentlichen Jugendhilfe und an Lehrende und Forschende in Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen.


Zur Anmeldung und weiteren Informationen gelangen Sie hier


Quelle: Homepage Kinderrechte-Kongress- Koblenz


„Kinder- und Jugendhilfe zwischen Inklusion und Ausgrenzung“ – Jahrestagung der IGfH am 18. und 19. September 2014 in Leipzig

Das Thema Inklusion ist seit einiger Zeit in aller Munde. Neben der Unbestimmtheit des Inklusionsbegriffes auf der einen Seite scheint sich auf der anderen Seite eine Verengung der Debatte auf den Behindertenbereich durchzusetzen. Die diesjährige Jahrestagung der IGfH mit integrierter Mitgliederversammlung will sich hingegen mit der Breite eines Ansatzes beschäftigen, der auch pädagogisch auf Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt setzen will; dabei sollen kritische Anteile – z. B. zur Exklusion in der Jugendhilfe – nicht ausgespart werden.
Die Anmeldung zur Jahrestagung ist über die Homepage ab sofort hier möglich


Quelle: E-Mail vom 24.06. 2014


Fahrrad-Demonstration für die vollständige Umsetzung der UN- Kinderrechte am 20.09.2014
Anlässlich des 25. Jahrestags der Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention veranstaltet das GRIPS Theater eine Fahrrad-Demonstration für die vollständige Umsetzung der Kinderrechte. Beginn ist um 13.30 Uhr am Mehringplatz. Weitere Informationen finden Sie hier.

Internationales Symposium der Freien Universität Berlin
Zum Andenken an Judit Ennew findet vom 27. – 28. Oktober 2014 ein Symposium zum Thema „Children out of Place and Human Rights“ an der Freien Universität Berlin statt. Kolleginnen und Kollegen sowie Freundinnen und Freunde aus unterschiedlichen Themengebieten werden in Form von Vorträgen, Diskussionen und Austausch an ihre wertvolle Arbeit erinnern. Detaillierte Angaben entnehmen Sie bitte dem Flyer.




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National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e. V. (Hrsg.)
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Tel: +49 (0) 30 65 77 69 33
E-Mail: info@netzwerk-kinderrechte.de
Internet: www.netzwerk-kinderrechte.de

V.i.S.d.P.: Claudia Kittel, Prof. Dr. Jörg Maywald
Redaktion: Kirsten Schweder und Rosa Beckmann

Die National Coalition e. V. wird aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes gefördert.