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National Coalition Deutschland

Netzwerk zur Umsetzung der
UN-Kinderrechtskonvention e.V.


Newsletter der National Coalition Ausgabe 1/2014





Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit dem Versand des letzten Newsletters im Jahr 2013 ist viel in Bewegung geraten. Im Sommer letzten Jahres hat die National Coalition einen eigenständigen Verein gegründet, die „National Coalition Deutschland - Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e. V.“.  Das vorherige Projekt „National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention“ war noch bis Ende 2013 bei dem vorherigen Rechtsträger Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe-AGJ angesiedelt. Nach rund 18 Jahren steht die National Coalition nun auf „eigenen Beinen“.
Im März 2014  konnte die Geschäftsstelle ihre neuen Räumlichkeiten beziehen, die ebenfalls am Mühlendamm 3 im Haus der Jugendarbeit und Jugendhilfe in Berlin-Mitte angesiedelt sind. Unsere Anschrift ist damit die alte geblieben.
In den vergangenen Monaten waren der Geschäftsführende Vorstand und die wissenschaftlichen Referentinnen auf verschiedenen Ebenen aktiv. Neben dem Bezug der neuen Büroräumlichkeiten und der Neuorganisation der Geschäftsstelle, wurde das Positionspapier „Die UN-Kinderrechtskonvention umsetzen: Monitoring, Datenerhebung und -auswertung, regierungsinterne Koordination und Beschwerdemanagement“ auf den Weg gebracht. Die NC präsentierte sich auf dem 15. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Berlin. Sie richtete dort zum einen ein Fachforum zum Thema „Kindeswille versus Kindeswohl“ und zum anderen einen Workshop zu den Rechten von Kindern inhaftierter Eltern,  in Kooperation mit dem Deutschen Caritasverband, aus. Wir berichten darüber in der aktuellen Ausgabe unseres Newsletters.
Jüngst fand am 24. Juli 2014 die Mitgliederversammlung  statt, in deren Rahmen wir einen spannenden Vortrag von Marta Santos Pais (Beauftragte des UN-Generalsekretärs zur Gewalt gegen Kinder) über die Rolle der Zivilgesellschaft für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention und der Umsetzung des III. Zusatzprotokolls zur UN-Kinderrechtskonvention (Individualbeschwerde) erleben durften. Pais verwies in ihrem Input auf die besondere Verantwortung der sozialen Netzwerke zur Verhütung von sexuellem Missbrauch und kritisierte fehlende Gesetze sowie die geringe Aufmerksamkeit der Unternehmen für dieses Problem. Sie wies in diesem Zusammenhang insbesondere auf die Bedeutung von Daten und Statistiken hin, um Regierungen zum Handeln für die Rechte von Kindern zu bringen.
Wir freuen uns, dass es in Sachen „Monitoring der Kinderrechte“ weiter voran geht. So hat Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek am 25.06.2014 auf der Pressekonferenz von UNICEF zur Vorstellung des UNICEF-Reports 2014 mitgeteilt, dass die Einrichtung einer Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention beim Deutschen Institut für Menschenrechte vorgesehen sei. Für die Einsetzung einer solchen Stelle hat sich die National Coalition in der Vergangenheit stark gemacht. Die Notwendigkeit der Einrichtung einer solchen Stelle wurde auch vom UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes im Rahmen der Anhörung Deutschlands anlässlich der Berichterstattung zum Dritt-/Viertbericht der Bundesregierung jüngst noch einmal bekräftigt. Wir freuen uns, dass damit der UN-Kinderrechtskonvention, analog zur UN-Behindertenrechtskonvention, demnächst eine unabhängige Monitoringstelle zur Seite gestellt wird.

Neben den Berichten aus der Rubrik „Aktuelles aus der National Coalition“ haben wir für Sie in unserem Newsletter, so wie Sie es auch aus der Vergangenheit gewohnt sind, zahlreiche Informationen, Veranstaltungshinweise und Publikationen rund um das Thema Kinderrechte gesammelt.


Wir wünschen Ihnen eine schöne Sommer(ferien)zeit,


Ihre
Kirsten Schweder
Referentin




Themen dieses Newsletters:

Aktuelles aus der National Coalition

Die National Coalition beim 15. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag

Fachforum Kindeswille oder Kindeswohl? Art. 3 der UN-Kinderrechtskonvention in der Praxis“
Kirsten Schweder
Am 04. Juni 2014 veranstaltete die NC im Rahmen des 15. DJHTs  ein 90minütiges  Fachforum zum Thema: „Kindeswille oder Kindeswohl? Artikel 3 der UN-Kinderrechtskonvention in der Praxis“ . Wie lässt sich Kindeswille oder Kindeswohl definieren? Eine weitere Herausforderung: Wie werden Kinder und Jugendliche in diesem Kontext angemessen beteiligt? Wie steht es um die Verwirklichung des Anspruchs aus Art. 3 der UN-Kinderrechtskonvention, dass bei allen Belangen Kinder betreffend, diese vorrangig zu berücksichtigen sind? Diesen Fragen wurde im Rahmen des Fachforums nachgegangen.
Zunächst erfolgte ein fachlicher Input von Prof. Dr. Larissa von Schwanenflügel, Fachhochschule Frankfurt am Main und von Prof. Dr. Jörg Maywald, Sprecher der National Coalition. Im Nachgang schloss sich eine lebhafte Diskussion der rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, in der schnell deutlich wurde, das es gar nicht so einfach ist, zu definieren, was im Sinne von Art. 3 der UN-Kinderrechtskonvention den „best interests“ des jeweiligen Kindes entspricht. Moderiert wurde die Diskussion von Claudia Kittel, Sprecherin der National Coalition.
Prof. Dr.  von Schwanenflügel stellte eingangs fest, dass das Spannungsfeld von Kindeswohl und Kindeswille, ein Thema ist, das einerseits durch die verstärkte Thematisierung, Prävention und Kontrolle von Kindeswohlgefährdung und andererseits durch die Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention verstärkt zum Thema geworden ist.
Was heißt Kindeswille und was verstehen wir unter Kindeswohl? Dieser Frage gingen beide Inputgeber eingangs zunächst auf den Grund.  Kindeswohl und Kindeswille sind normativ aufgeladene Konstruktionen von Erwachsenen, so Schwanenflügel. Kindeswille ist nach einer Definition von Kotthaus: „das Bestreben des Kindes, eine persönlich relevante Vorstellung zu erreichen oder zu erhalten (Kotthaus 2010).
Maywald beschrieb Kindeswille entsprechend einer Definition von Peters/Wiesemann als „nachdrückliche Meinungsäußerung des Kindes, die wiederholt vorgetragen wird, für das Kind eine besondere emotionale Bedeutung hat und deren Nichtbeachtung die Selbstachtung des Kindes untergraben würde“ (Peters, Wiesemann 2013).
In Deutschland befinden wir uns, so Schwanenfügel, in einer Situation, in der Kindheit und Jugend immer stärker funktionalisiert und auf belastende Weise verdichtet wird. Im Diskurs, mit Blick auf die Frage, was Kinder und Jugendliche brauchen, werde diese vor allen Dingen im Hinblick auf eine unübersehbare Zukunft beantwortet. Kindeswohl werde allzu häufig also nur mit Blick auf zukünftiges Kindeswohl gesehen.  
Maywald benannte im Rahmen seines Inputs die folgenden Thesen:
These 1
 Zur Ermittlung und Bestimmung der besten Interessen des Kindes (Kindeswohl) gehört die alters- und reifeangemessene Berücksichtigung der Sichtweisen (Meinung) des Kindes notwendig dazu. Art. 3 Abs. 1 und Art. 12 UN-Kinderrechtskonvention ergänzen einander. Sie gehören beide zu den Allgemeinen Prinzipien (General Principles) der Konvention.
These 2
Beteiligung kennt keine Altersgrenze. Wenn es um junge bzw. nicht sprachfähige Kinder geht, bedarf es erwachsener Feinfühligkeit (Sensitivität), um die Sichtweisen (Meinung) des Kindes zu verstehen und einzubringen.
These 3
Die Beteiligung von Kindern darf nicht dazu missbraucht werden, die erwachsene Verantwortung für die Verwirklichung der besten Interessen des Kindes (Kindeswohl) auf die Kinder abzuwälzen. Erwachsene haben die Verantwortung, ihre unvermeidliche Macht Kindern gegenüber ausschließlich an deren besten Interessen orientiert zu nutzen.
These 4
Das Verhältnis von Kindeswille und Kindeswohl im Einzelfall reicht von der Notwendigkeit, die besten Interessen gegen den Willen eines Kindes durchzusetzen (z. B. im Falle einer Kindeswohlgefährdung) bis hin zu der Erfordernis, dem kindlichen Willen auch gegen erwachsene Überzeugungen zu folgen (z. B. bei medizinisch nicht indizierten Genitalbeschneidungen von Jungen). In den meisten praktischen Fällen geht es um Abwägungen irgendwo zwischen diesen beiden Extremen.

Ein Teilnehmer appellierte in der sich anschließenden Diskussionsrunde an das Publikum die „Nachdenklichkeit“ mit Blick auf den Spagat zwischen Kindeswille und Kindeswohl ruhig noch zu steigern und in diesem Zusammenhang auch Unsicherheit zuzulassen, auch wenn dies kein einfacher Weg sei. Angemahnt wurde auch die stärkere Berücksichtigung auch nicht verbal vorgetragener Willlensbekundungen von Kindern.
Es bedarf einer klaren Anwaltschaft für den Willen des Kindes, so ein weiterer Beitrag aus dem Publikum. Kinder müssten Unterstützung finden, damit ihr Wille zur Geltung kommt. Es sei nicht immer einfach einen Kompromiss zu finden, es ginge aber letztendlich um parteiliches Verhalten für den Willen des Kindes.

Workshop: „Im Regen stehen gelassen?“

Judit Costa und Sandra Schrader
Eine weitere Veranstaltung fand am gleichen Tag in Kooperation mit dem Deutschen Caritasverbandes und dem Projekt Online-Beratung für Angehörige Straffälliger statt. Der Titel des 60minütigen Workshops lautete: „Im Regen stehen gelassen? – Kinder Inhaftierter als Zielgruppe der Kinder-und Jugendhilfe“. Etwa 100´000 Menschen werden jedes Jahr neu inhaftiert und geschätzte 20 Prozent von ihnen haben eine Familie.
Cornelius Wichmann, Projektleiter der Online-Beratung für Angehörige Straffälliger des Deutschen Caritasverbandes, sprach von ungefähr 50´000 bis 100´000 Kindern in Deutschland, deren Elternteil im Gefängnis sitzt.
Aus dem Blickwinkel der UN-Kinderrechtskonvention beschrieb Claudia Kittel, Sprecherin der National Coalition Deutschland, dass mehrere Kinderrechte von diesen Kindern nicht oder nur sehr eingeschränkt wahrgenommen werden können: zum Beispiel die vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohls (Art. 3), das Recht auf Umgang mit beiden Eltern (Art. 9) und auch das Recht auf Information (Art.17). Doch die Kinder belastet nicht nur, dass sie extrem eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten zu dem inhaftierten Elternteil haben und dass die Familie durch die Inhaftierung oft in große finanzielle Not gerät, auch das Verheimlichen der Haft vor Freunden und Außenstehenden macht ihr Leben schwieriger und führt zum Rückzug aus dem bisherigen Lebensumfeld.
Erste Studien der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Kinder signifikant höher als Gleichaltrige von verschiedenen psychosozialen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen betroffen sind. Etwa drei Viertel der Kinder berichten über negative Auswirkungen der elterlichen Inhaftierung.
Die Webseite http://besuch-im-gefaengnis.de, ein Projekt der Caritas, richtet sich an Kinder im Alter von ca. 8-14 Jahren und möchte diesen die häufigsten Fragen beantworten, die Kinder haben, deren Eltern(teil) inhaftiert ist. Den betroffenen Kindern wird damit eine erste, bisher in Deutschland nicht vorhandene Zugangsmöglichkeit zu grundlegenden Informationen geschaffen (Art. 17 UN-KRK), die ohne die Gefahr der Stigmatisierung zugänglich ist. Die Webseite will den Kindern das Gefühl vermitteln, dass sie nicht allein sind in ihrer schwierigen Situation, und ihnen zeigen, dass sie auch jetzt Rechte haben.


Neue Mitglieder
Im Rahmen ihrer Sitzungen im Januar und im März 2014 hat die Koordinierungsgruppe vier neue Mitglieder in die National Coalition aufgenommen.
Ihnen wird an dieser Stelle die Möglichkeit gegeben, sich kurz vorzustellen:

Fröbel e. V.
Die FRÖBEL-Gruppe betreibt Kindergärten, Horte sowie Familien- und Jugendprojekte über gemeinnützigen Gesellschaften in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Bayern,  Sachsen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie in Australien und der Türkei. Seit September 2013 thematisiert das neue FRÖBEL-Leitbild zentral die Rolle der Rechte von Kindern. Die Rechte der bei FRÖBEL betreuten Kinder wurden in Anlehnung an die UN-Kinderrechtskonvention entworfen. Sie sind das gemeinsame Fundament der Arbeit von rund 2500 Erzieherinnen und Erziehern in der FRÖBEL-Gruppe. Das Leitbild finden Sie unter: http://www.froebel-gruppe.de/leitbild/


Hochschule Magdeburg-Stendal

Der Studiengang „Angewandte Kindheitswissenschaften“ (Applied Childhood Studies) wird seit 2005 an der Hochschule Magdeburg- Stendal am Standort Stendal angeboten. Er ist der erste dieser Art in Deutschland und umfasst eine Regelstudienzeit von sechs Semestern. Kindheitswissenschaften (häufig auch mit KiWi abgekürzt) umfasst ein Querschnittswissen aus Pädagogik, Psychologie, Soziologie (der Kindheit), Gesundheitswissenschaften und Politikwissenschaften. Dazu werden während des Studiums erforderliche Schlüsselkompetenzen im Bereich Kommunikation, Management, Moderation und Mediation erworben. Das Studium der Angewandten Kindheitswissenschaften verfolgt einen hohen Anspruch auf Internationalität. Die Studierenden haben dadurch die Möglichkeit, ihr eigenes Bild von ‚Kind’ und ‚Kindheit’ als historisch und kulturell bedingt zu erkennen. Um dem Anspruch auf Internationalität zu folgen, werden die kindheitsrelevanten Themengebiete grundsätzlich länderübergreifend analysiert und internationale Diskussionen in teilweise englischsprachiger Literatur betrachtet. Die Studierenden sind außerdem in der Pflicht, eines ihrer obligatorischen Praktika im Ausland zu absolvieren. Sie können zusätzlich an interessanten Auslandsexkursionen teilnehmen, wie beispielsweise zum UNO-Ausschuss für die Rechte des Kindes, welcher jedes Jahr in Genf stattfindet. Der Studiengang qualifiziert die Absolventen und Absolventinnen für kindheitswissenschaftliche Berufsfelder. Zu diesen gehören alle Felder, die für die Belange von Kindern und Familien tätig sind; Einrichtungen für Kinder und Jugendliche und insbesondere alle Bereiche des Bildungs-, Erziehungs-, Sozial- und Gesundheitswesen.
Weitere Informationen finden Sie hier.


Hochschule Coburg

Die Hochschule Coburg versteht sich als Hochschule für angewandte Wissenschaften. Dieses Selbstverständnis zeigt sich in einem praxisorientierten Studium sowie in der anwendungsorientierten Forschung. Zur Zeit bietet die Hochschule Coburg 18 Bachelor- und 10 Master-Studiengänge an. Eine besondere Affinität zu den Themen und Arbeitsschwerpunkten der NC liegt insbesondere bei der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit, die menschenrechts- und kinderrechtsrelevante Inhalte und Kompetenzen sowohl in das Bachelor- als auch in das Masterstudium integriert.

Claudia Lohrenscheit ist seit 2013 Professorin für internationale Soziale Arbeit und Menschenrechte an der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit, Hochschule Coburg; von 2003-2012 leitete sie die Abteilung Menschenrechtsbildung am Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin; ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Menschenrechtspädagogik, Kinderrechte, Diskriminierungsschutz, Gender & Diversity.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.


Outlaw. die Stiftung

Im Sommer 2012 wurde OUTLAW. die Stiftung mit dem Ziel gegründet, auch außerhalb der operativen Arbeit eines freien Trägers der Kinder- und Jugendhilfe das Thema Kinderrechte in den Fokus zu nehmen. So ist die Förderung und Unterstützung junger Menschen und Familien in ihren Rechten auf Entwicklung, Bildung und Teilhabe durch geeignete Vorhaben sozialer, kultureller und wissenschaftlicher Art, so zum Beispiel mit Kampagnen, Förderwettbewerben, politischen Initiativen, konkreten individuellen Hilfen und internationalen Projekten Zweck der Stiftung.
Ausführliche Informationen finden Sie hier.


Positionspapier zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland:
„Die UN-Kinderrechtskonvention umsetzen: Monitoring, Datenerhebung und –auswertung, regierungsinterne Koordination und Beschwerdemanagement

Nach der Anhörung der Bundesregierung  am 27. Januar vor dem UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes in Genf wurde von der National Coalition ein Positionspapier zur Umsetzung einer Monitoringstelle erarbeitet. Darin wird auf die vier folgenden strukturellen  Bausteine zur Umsetzung eingegangen:
1.    Unabhängiges Monitoring
2.    Datenerhebung und – auswertung
3.    Regierungsinterne Koordination und
4.    Beschwerdemanagement
Zum Positionspapier gelangen Sie hier.


Mitgliederversammlung 2014 und Termin für die Mitgliederversammlung 2015

Am 24. Juni 2014 fand in Berlin die Mitgliederversammlung des NC e. V. statt. Hier wurde unter anderem  das o.g. Positionspapier der National Coalition zum Monitoring der Kinderrechte in Deutschland vorgestellt sowie Vorschläge für Mitglieder des Beirats der NC gesammelt.
Darüber hinaus hat Marta Santos Pais, Special Representative of the Secretary-General on Violence against Children (SRSG), einen sehr spannenden und inspirierenden Vortrag zum Thema „Die Rolle der National Coalitions für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention“ gehalten.
Save the date: Der Termin für die nächste Mitgliederversammlung ist der 10. Juni 2015.


Schirmherrschaft National Coalition

Edelgard Bulmahn (SPD), Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, ist neue Schirmherrin der National Coalition. Wir freuen uns mit Frau Bulmahn als Schirmfrau eine starke Unterstützerin mit Blick auf die Verwirklichung der Kinderrechte in Deutschland gefunden zu haben.


Die National Coalition gibt es jetzt auch bei Facebook
Seit April hat die NC eine Internetpräsenz bei facebook. Bis Anfang Juli haben 180 Personen „gefällt mir“ geklickt und erhalten so die Nachrichten von Facebook.
Ziel unseres neuen Facebook-Auftrittes ist es, kinderrechterelevante Nachrichten aufzugreifen. Besonderes Augenmerk wird auf die Vernetzung mit Mitgliedern gelegt, sodass deren Inhalte über das Netzwerk der National Coalition Deutschland weiter verbreitet wird. Der Facebook-Auftritt der National Coalition Deutschland hat, anders als andere Kommunikationskanäle, eine unterhaltende Ausrichtung und soll nicht das Kommunizieren eigener Positionen oder Produkte in den Vordergrund stellen, sondern aus vielen verschiedenen Quellen schöpfen.  
Wir freuen uns über weitere „likes“. Sie finden uns hier.
An einer neuen Website unter www.netzwerk-kinderrechte.de wird derzeit noch gearbeitet.

Kinderrechte aktuell

Inkrafttreten des 3. Zusatzprotokolls zur Individualbeschwerde
Am 14. April 2014 ist das 3. Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention ein Individualbeschwerdeverfahren betreffend in Kraft getreten. Das Individualbeschwerdeverfahren ermöglicht Kindern weltweit, sich im Fall von Verletzungen ihrer Rechte beim UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes in Genf zu beschweren, sofern die nationalen Rechtsinstanzen durchlaufen sind.
Zwar sind die Empfehlungen des UN-Ausschusses zum Abschluss eines Beschwerdeverfahrens nicht rechtlich bindend, sie können jedoch hohen politischen Druck erzeugen und Staaten damit zum Einlenken bewegen.
Das Protokoll ist in Kraft getreten, nachdem es 10 Staaten, darunter auch Deutschland, unterzeichnet haben.
Weitere Informationen finden Sie unter www.individualbeschwerde.de und hier.

Sie finden hier darüber hinaus ein Rechtsgutachten von Herrn Dr. Mehrdad Payandeh, das von der Kindernothilfe e.V. in Kooperation mit der National Coalition in Auftrag gegeben worden ist. Eine ausführlichere Vorstellung des Gutachtens finden Sie unter der Rubrik Publikationen.

Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek diskutiert mit Jugendlichen über Cyber-Mobbing
Am 1. Juli hat sich der Staatssekretär im Bundesjugendministerium, Dr. Ralf Kleindiek, mit einer Gruppe von Jugendlichen getroffen, um über das Thema Cyber-Mobbing zu diskutieren. Soziale Netzwerke und Messenger sind bei Kindern und Jugendlichen beliebt, um mit Freunden in Verbindung zu bleiben. Mit den Diensten sind aber auch Risiken verbunden. "Um Cyber-Mobbing zu reduzieren und betroffenen Jugendlichen zu helfen, brauchen wir die Ideen und Vorstellungen der Jugendlichen selbst – denn sie sind auch bei den Risiken des Netzes die ersten Ansprechpartner ihrer Freunde", sagte Dr. Ralf Kleindiek."
Weitere Informationen finden Sie hier.


UNICEF Report 2014

Im aktuellen Report von UNICEF, der am 25. Juni 2014 in Berlin vorgestellt wurde, wird auf die wichtigsten Herausforderungen in Bezug auf die Umsetzung der Kinderrechte eingegangen.  „Ausgrenzung und Gewalt zählen zu den größten Bedrohungen für Kinderrechte“, sagte die UN-Sonderbeauftragte zu Gewalt gegen Kinder, Marta Santos Pais. „Um ihre gravierenden Folgen zu überwinden braucht jedes Land eine nationale Agenda zum Schutz der Kinder vor Gewalt. Dazu gehört eine unabhängige Institution, die den Interessen der Kinder eine Stimme gibt und Beschwerden verfolgt, wenn Kinder ihre Rechte gefährdet sehen.“


Detaillierte Informationen finden Sie hier.
Eine kurze Zusammenfassung finden Sie hier.


(Quelle: Pressemitteilung vom 25. 06. 2014)


Bausteine des Deutschen Kinderhilfswerk e. V.  anlässlich 25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention
Am 20. November 2014 wird die UN-Kinderrechtskonvention 25 Jahre alt. Obwohl in den letzten 25 Jahren einige Fortschritte für Kinder und Jugendliche in Deutschland erreicht werden konnten, ist unser Land immer noch kein kinderfreundliches Land. Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert des-halb einen grundlegenden Perspektiv- und Politikwechsel in der bundesdeutschen Kinder- und Jugendpolitik.
Nach der UN-Kinderrechtskonvention haben Kinder einen Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung, auf Förderung und Schutz, eine gewaltfreie und sie schützende Erziehung, auf Bildung und Ausbildung, auf eine Erziehung zu demokratischen Einwohnerinnen und Einwohnern sowie auf ihre angemessene Beteiligung am politischen und gesellschaftlichen Leben. Zwischen der Zielsetzung der Konvention und ihrer Verwirklichung in Deutschland klafft jedoch noch eine große Lücke – die hier vorgestellten Bausteine für ein kinderfreundliches Deutschland machen dies deutlich. Deshalb müssen Bund, Länder und Kommunen mehr als bisher Kinder in den Mit¬telpunkt ihrer Politik stellen. Diese Bausteine  können dabei als Handlungsanleitung dienen.
Die praktische Durchsetzung von mehr Kinderfreundlichkeit ist sowohl eine Frage von Paragraphen als auch einer notwendigen Grundüberzeugung unserer Gesellschaft. Sie muss ei¬nem tie¬fen Gefühl für die Achtung des Kindes entspringen. Mehr noch: Es bedarf der Überzeugung, dass Kinder über die Kompetenz verfügen, uns als „Expertinnen und Experten in ei¬ge¬ner Sache“ darauf aufmerksam zu machen, was Kinderfreundlichkeit auszeichnet. Gleichzeitig dürfen aber die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht aus dem Blick geraten. Kinderrechte im Grundgesetz und in den Verfassungen der Bundesländer, Beteiligungsrechte in bundesgesetzlichen Vorschriften wie dem Kinder- und Jugendhilfegesetz und institutionalisierte Beteiligungsmöglichkeiten, wie sie die Gemeindeordnungen einzelner Bundesländer vorsehen, sind ebenso wichtig, wenn es um die Durchsetzbarkeit von Kinderinteressen in Deutschland geht.
Alle Staaten der Welt – mit Ausnahme der USA  – haben sich mit der Unterzeichnung der UN- Kin-derrechtskonvention verpflichtet, „alle geeigneten Gesetzgebungs-, Verwaltungs- und sonstigen Maßnahmen zur Verwirklichung der in diesem Übereinkommen anerkannten Rechte“ zu treffen. Die Konvention schreibt fest, dass der Vorrang des Kindeswohls bei allen Kinder be¬treffenden Entscheidungen zu beachten ist. Davon ist die Bundesrepublik Deutschland auch 25 Jahre nach der Verabschiedung der Kinderrechtskonvention noch weit entfernt.
Zur Broschüre gelangen Sie hier.


Neue Bleiberechte aufgrund der UN-Kinderrechtskonvention oder aufgrund der EU-Grundrechtecharta?

Dr. Falk Fritzsch befasst sich in seinem Gutachten zu den Bleiberechten unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge mit der Frage nach rechtlichen Grundlagen für eine Neuordnung der Bleiberechte in Deutschland auf Grundlage der UN-Kinderrechtskonvention, bzw. der EU-Grundrechtecharta. Den Text finden Sie hier.


Follow-up Gespräch zu den aktuellen Empfehlungen des UN-Ausschusses

Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat am 16. Juni 2014  zu einem Fachgespräch über die aktuellen Empfehlungen des UN-Kinderrechtsausschusses in die Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund eingeladen. Zum Hintergrund: Der UN-Kinderrechtsausschuss hatte Ende Januar in Genf den gemeinsamen 3. und 4. Staatenbericht Deutschlands zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention sowie den 1. Staatenbericht zum Fakultativprotokoll zu dieser Konvention, betreffend den Verkauf von Kindern, die Kinderprostitution und die Kinderpornografie, überprüft.
Das Fachgespräch sollte als Auftakt für die nachhaltige Umsetzung der Concluding Observations des Ausschusses dienen. Das Gespräch bot zu diesem Zweck 50 Vertreterinnen und Vertretern von Bundesministerien, der Kultusministerkonferenz, der Zivilgesellschaft und aus dem Bundestag die Gelegenheit zu fachlichem Austausch.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Publikationen und Veranstaltungen

Publikationen


"WIE KINDER ZUM DEUTSCH KOMMEN –
Sprachliche Bildung bei mehrsprachigen und Kindern mit Migrationshintergrund" (2014)

Ein Film von Kurt Gerwig  -  Fachliche Begleitung: Professorin Dr. Iris Füssenich

Unser Bildungssystem tut sich immer noch schwer mit Kindern, die aus einem anderen Land zu uns gekommen oder als Kinder ausländischer Mitbürger hier geboren sind und die deutsche Sprache erlernen wollen. In diesem Film macht die bekannte Sprachwissenschaftlerin und Fachbuchautorin Professorin Dr. Iris Füssenich auf charmante Weise deutlich, wieso sprachliche Bildung eine Schlüsselkompetenz für Kinder mit Migrationshintergrund ist, wie sich die Sprache bei mehrsprachigen und Migrantenkindern entwickelt und worauf es dabei an kommt. Außerdem werden eine gelungene Migrationsgeschichte erzählt und zahlreiche Empfehlungen für die pädagogische Praxis sowie hilfreiche Tipps für Eltern vermittelt. Laufzeit: 45 Min. Mit Bonusmaterial.
Die DVD ist exklusiv bei AV1 Pädagogik-Filme hier zu erhalten.


Quelle: E-Mail vom 09.04.2014


DKHW und MACHmit! Museum veröffentlichen Arbeitsheft zu Kinderrechten
Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in Zusammenarbeit mit dem MACHmit! Museum für Kinder in Berlin ein neues Arbeitsheft für Grundschulen zum Thema Kinderrechte veröffentlicht. Das Heft mit dem Titel "Hier steht nichts drin . was Du nicht über Kinderrechte wissen musst" widmet sich zehn besonders relevanten Artikeln der UN-Kinderrechtskonvention. Hauptanliegen des Heftes ist es, die in der Kinderrechtskonvention enthaltenen Grundsätze auf eine für Kinder verständliche Weise darzustellen und zu erläutern. Deshalb wurde das Heft gemeinsam mit Kindern entwickelt und umgesetzt. Das Kinderrechte-Arbeitsheft eignet sich insbesondere zur Arbeit in Grundschulen. Es wurde gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und kann ab sofort von Schulen als Klassensatz bestellt werden. Zudem steht es auf der Internetseite des Deutschen Kinderhilfswerkes hier zum Download bereit.


Quelle: Pressemitteilung vom 22.04.2014


Rechtsgutachten zur Individualbeschwerde
Im April 2014 wurde im Auftrag der Kindernothilfe e. V. in Kooperation mit der National Coalition ein Rechtsgutachten von Herrn Dr. Mehrdad Payandeh, Juniorprofessor an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, veröffentlicht, das sich mit dem Fakultativprotokoll zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes betreffend ein Mitteilungsverfahren aus der Perspektive der deutschen Rechtsordnung befasst.
Das Gutachten können Sie hier abrufen.


Konferenz und Bericht zur frühkindlichen Betreuung und Bildung
Am 19. /20. Juni 2014 haben die griechische Ratspräsidentschaft in Kooperation mit der Generaldirektion für Bildung und Kultur der EU-Kommission eine Konferenz zur frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung (FBBE) veranstaltet. Hier haben Entscheidungsträger/innen, Interessengruppen wie z. B. Eurochild und die Europäische Elternvereinigung (EPA) sowie weitere internationale Organisationen europäische Strategien zur frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung erörtert. Dabei wurde ein Bericht von Eurydice und Eurostat über FBBE in der EU veröffentlicht. Dieser zeigt, dass das Angebot an hochwertiger frühkindlicher Betreuung, Bildung und Erziehung in vielen Staaten durch verschiedene Faktoren beeinträchtigt wird. Dazu zählen z.B. fehlende Finanzmittel, Personalmangel und fehlende pädagogische Leitlinien für Lehrkräfte. Den Bericht finden Sie hier.


Neben diesem Bericht hat auch die EU-Plattform für die Investition in Kinder (EPIC) mehrere Kurzdossiers über die Auswirkungen frühkindlicher Bildungs-, Betreuungs- sowie Kindererziehungsprogramme veröffentlicht.  Die Kurzdossiers finden Sie hier.


Quelle: AGF Europa News


Kinderfreundliche Stadtgestaltung verbessert Entwicklungschancen von Kindern
Eine kinderfreundliche Stadtplanung und die Möglichkeiten zum selbstbestimmten Spielen wirken sich maßgeblich auf die Lebensqualität und Entwicklungschancen von Kindern aus. Das stellt die Kinderstudie "Raum für Kinderspiel!" fest, die das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit fünf baden-württembergischen Städten durchgeführt hat. Die Studie konzentrierte sich auf die Frage, wie sich die Beschaffenheit des Wohnumfeldes auf den Ablauf des Kinderalltags und auf die Lebensqualität von Kindern auswirkt.
"Unsere Studie gibt nicht nur Hinweise auf Defizite, sondern vor allem Anregungen für eine zielgerichtete und attraktive Ausgestaltung des öffentlichen Raums für Kinder. Wir zeigen ganz klar auf, dass sich mit einer auf Kinder bezogenen Stadtentwicklungspolitik sehr viel erreichen lässt“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Ergebnisse der Studie finden Sie hier.


Quelle: Pressemitteilung  des DKHW vom 15. Mai 2014


Broschüre der Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind (AAK)

"Ausgrenzung und Rückzug, wie sie allergiekranke Kinder und Jugendliche und Familien heute immer noch in ihrem Umfeld erleben, darf es einfach nicht mehr geben. Staatliche Hilfe und Selbsthilfe müssen und können sich hierbei ergänzen", mahnt Marianne Stock, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind e.V. in Herborn.
Erste Kinder-Allergie-Foren, wie sie in Göttingen, Herborn, Gießen, Wesel und Remscheid zu verschiedenen Themen 2013 stattfanden, wurden in der vorliegenden Broschüre dokumentiert. Fachleute aus den unterschiedlichen Professionen kommen ebenso zu Wort wie Eltern mit ihren Alltagserfahrungen. "Wir wünschen uns, dass die AAK Ideengeberin für neue Aktivitäten nachhaltiger Unterstützung wird. Wir wünschen uns überall in Deutschland starke Netzwerke für starke Kinder. Das ist unsere Vision", so Marianne Stock.
Die vollständige Broschüre finden Sie hier.


Jugendbuch zum globalen Kinderrecht auf eine gesunde Umwelt

„Das ist auch unsere Umwelt!“
Das meinen immer mehr Jugendliche angesichts der Umweltzerstörung um sie herum. Und das nicht nur bei uns sondern weltweit. Darum setzen sie sich aktiv für ökologische Kinderrechte ein. Sie beinhalten das Recht auf eine intakte und gesunde Umwelt und dass diese Erde auch für zukünftige Kindergenerationen noch lebenswert ist. Dieses Jugendbuch berichtet von ihnen. Es ist in einer neuen Reihe für Unterrichtslektüren des Persen-Verlages erschienen.
Der Autor, Hans-Martin Große-Oetringhaus, ist nicht nur Kinder- und Jugendbuchautor, er war auch 30 Jahre lang Referent für Globales Lernen der Kinderhilfsorganisation terre des hommes und hat während zahlreicher Projektaufenthalte Kinder und Jugendliche in den Ländern des Südens kennengelernt. Dabei hat er erfahren, dass sich weltweit viele Kinder und Jugendliche nicht mehr allein darauf verlassen, dass die Generation ihrer Eltern sich schon irgendwie auch für die nachfolgenden Generationen stark machen. Bei uns genauso wie in Lateinamerika, Afrika und Asien treten junge Menschen darum aktiv für ihre ökologischen Rechte ein. Von ihnen wird in den zehn Geschichten berichtet: Zum Beispiel von Mateo, der sich in Bolivien gegen die Verseuchung seines Ortes durch eine Mine einsetzt. Oder von Melody, die sich in Sambia dagegen wendet, dass alle Bäume gefällt und zu Holzkohle verarbeitet werden. Die Geschichten eignen sich wegen ihrer Kürze gut als Unterrichtslektüre.
Weitere Informationen finden Sie hier.


Online-Handbuch und Literaturdatenbank im neuen Layout – Neue Angebote auf der Seite www.bag-jugendschutz.de
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) hat das bewährte Online-Handbuch Kinder- und Jugendschutz und die Literaturdatenbank Kinder- und Jugendschutz grundlegend neu gestaltet und präsentiert damit auf der Homepage unter www.bag-jugendschutz.de ein bundesweit einmaliges Angebot.
Das Online-Handbuch Kinder- und Jugendschutz enthält begriffliche Erläuterungen, Informationen und Verweise auf Angebote zum Themenfeld des Kinder- und Jugendschutzes. Es ist ein »Nachschlagewerk«, das von Begriffsdefinitionen ausgeht. In den angebotenen Texten ist eine Volltextsuche möglich. Das Online-Handbuch ist in Kooperation zwischen der Universität Duisburg-Essen und der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz entwickelt worden und wird unter Hinzuziehung weiterer Kooperationspartner bearbeitet. Es folgt der Idee, von einzelnen relevanten Jugendschutzbegriffen ausgehend, Hinweise auf Informationen zum Kinder- und Jugendschutz, einschlägige Institutionen und Organisationen, Materialien und Literatur zugänglich zu machen. Rechtskommentare sind unter den Stichworten Jugendschutzgesetz (JuSchG), Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) und Jugendarbeitsschutz nachgewiesen.


Die Literaturdatenbank Kinder- und Jugendschutz bietet einen Überblick über vorhandene Artikel, Broschüren und Veröffentlichungen mit inhaltlichem Bezug zu den Themen des Kinder- und Jugendschutzes. Gesammelt werden Aufsätze aus Fachzeitschriften und Zeitungen, Veröffentlichungen der Fachinstitutionen des Kinder- und Jugendschutzes auf Landes- und Bundesebene sowie Bücher, Broschüren, Faltblätter, graue Literatur u.v.m. Online kann in der Datenbank recherchiert werden, die Ergebnislisten können ausgedruckt werden. Jede Literaturangabe enthält neben den bibliografischen Angaben eine kurze Zusammenfassung. In der Geschäftsstelle der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz wird darüber hinaus eine Präsenzbibliothek unterhalten.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) hat die beiden Angebote zum Kinder- und Jugendschutz nutzer(innen)freundlich überarbeitet und bietet damit einen umfassenden Service zu vielen Fragen des Kinder- und Jugendschutzes. Die Literaturdatenbank sowie das Online-Handbuch werden ständig erweitert und aktualisiert.
Sie gelangen hier zum Online-Handbuch.



Veranstaltungen


Fachtagung Lebensmodelle getrennt lebender Eltern und ihrer Kinder: zwischen Alleinsorge und paritätischer Verantwortung
Die Fachtagung findet am Freitag, dem 19.09.2014 in Berlin statt.  Die Veranstaltung von Kinderland e.V. in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie greift die Diskussion über alternative Betreuungs- und Verantwortungsmodelle jenseits überholter Ein-Elternideologien auf.
Weitere Informationen sowie die Anmeldung finden Sie hier.


Jetzt um den medius 2015 bewerben

Die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. (DKHW), die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF) schreiben den medius 2015 aus. Der Preis ist mit insgesamt 2.500 Euro dotiert und würdigt wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten aus dem deutschsprachigen Raum, die sich mit innovativen Aspekten der Medien, Pädagogik oder des Jugendmedienschutzes auseinandersetzen. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2014, die Arbeiten können bei der FSF oder der GMK eingereicht werden.


Quelle: Pressemitteilung des DKHW vom 24.06.2014


Deutsches Kinderhilfswerk bietet in Niedersachsen Weiterbildung zur Moderatorin/zum Moderator für Kinder- und Jugendbeteiligung an

Das Deutsche Kinderhilfswerk bietet von Oktober 2014 bis Juni 2015 an fünf Wochenenden in Niedersachsen eine Weiterbildung zur Moderatorin/zum Moderator für Kinder- und Jugendbeteiligung an. Zielgruppe der Ausbildung sind vor allem Fachkräfte von Trägern der freien und öffentlichen Jugendhilfe, Kinderlobbyisten sowie Fachkräfte aus dem Bereich der schulischen und außerschulischen Bildung. Sie vermittelt Methoden und Fertigkeiten zur Durchführung von eigenen Beteiligungsprojekten und zeigt auf, wie Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Alltag verankert werden kann.
Weitere Infos unter www.kinderpolitik.de.


Quelle: Pressemitteilung des DKHW vom 23.04.2014


„Kinderrechte –Fixstern einer modernen Kinder- und Jugendhilfe?“

Der Kinderrechte-Kongress-Koblenz  findet am 25. und 26. September 2014 statt und bietet die Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand zur Umsetzung der Kinderrechte zu informieren,  Projekte und Akteure aus der pädagogischen Praxis in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland kennenzulernen und mit interessierten Kolleginnen und Kollegen intensiv Erfahrungen und Ideen zu diskutieren. Der Kongress richtet sich an Führungskräfte und Mitarbeiter/innen in Institutionen der freien und öffentlichen Jugendhilfe und an Lehrende und Forschende in Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen.
Zur Anmeldung und weiteren Informationen gelangen Sie hier.


(Quelle: Homepage Kinderrechte-Kongress- Koblenz)


„Kinder- und Jugendhilfe zwischen Inklusion und Ausgrenzung“ – Jahrestagung der IGfH am 18. und 19. September 2014 in Leipzig
Das Thema Inklusion ist seit einiger Zeit in aller Munde. Neben der Unbestimmtheit des Inklusionsbegriffes auf der einen Seite scheint sich auf der anderen Seite eine Verengung der Debatte auf den Behindertenbereich durchzusetzen. Die diesjährige Jahrestagung der IGfH mit integrierter Mitgliederversammlung will sich hingegen mit der Breite eines Ansatzes beschäftigen, der auch pädagogisch auf Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt setzen will; dabei sollen kritische Anteile – z. B. zur Exklusion in der Jugendhilfe – nicht ausgespart werden.


Die Anmeldung zur Jahrestagung ist ab sofort hier möglich.


Quelle: E-Mail vom 24.06. 2014


Fahrrad-Demonstration für die vollständige Umsetzung der UN- Kinderrechte am 20.09.2014
Anlässlich des 25. Jahrestags der Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention veranstaltet das GRIPS Theater eine Fahrrad-Demonstration für die vollständige Umsetzung der Kinderrechte. Beginn ist um 13.30 Uhr am Mehringplatz. Weitere Informationen finden Sie hier.




Aktuelles aus der National Coalition

 

Kooperationstagung mit der Deutschen Liga für das Kind

Am 18. und 19. Oktober 2013 veranstaltet die Deutsche Liga für das Kind in Kooperation mit der National Coalition eine Tagung zum Thema „Kinderrechte anerkennen und verwirklichen“ im Berliner Abgeordnetenhaus. Zum Veranstaltungsprogramm gelangen Sie hier.
Im Vorfeld wird am 18. Oktober 2013 in der Zeit von 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr die Mitgliederversammlung des sich in Gründung befindlichen Vereins National Coalition – Netzwerk für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e. V. in Berlin stattfinden.

„Dein Weg zum Recht - Das Individualbeschwerdeverfahren zur UN-Kinderrechtskonvention nach der deutschen Ratifizierung“

Am 28. Februar 2013 hat Deutschland die Ratifizierungsurkunde für das Individualbeschwerdeverfahren zur UN-Kinderrechtskonvention in New York hinterlegt und damit den Ratifizierungsprozess vollendet. Dies ist ein wichtiger Schritt, damit Kinder tatsächlich Rechtsverletzungen vor dem UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes in Genf anklagen können. Vier weitere Ratifizierungen fehlen noch, damit das Zusatzprotokoll endlich in Kraft treten kann.
Doch was heißt das dann konkret? Wie könnte eine Beschwerde nach Inkrafttreten aussehen? Wie können Kinder und Jugendliche ihre Klage vor den UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes bringen? Welche Rechtsverletzungen können angeklagt werden? Und welche rechtlichen und politischen Schritte sind in Deutschland für die Umsetzung des Individualbeschwerdeverfahrens notwendig?
Diesen Fragen gehen wir im Rahmen einer Fachkonferenz am 20. November 2013 nach. Programm und Informationen zur Anmeldung folgen und können unter www.national-coalition.de (Rubrik Veranstaltungen) bei Interesse zeitnah angerufen werden.
Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, den 20. November 2013 von 10.30 – 16.30 Uhr in der Landesvertretung Baden-Württemberg (Tiergartenstraße 15 in 10785 Berlin). Sie wird gemeinsam von National Coalition, Friedrich-Ebert-Stiftung und Kindernothilfe e. V. ausgerichtet.

Kinder haben Rechte! Die UN-Kinderrechtskonvention, 2013
Broschüre des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der National Coalition. 2013 aktualisierte Neuauflage.

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen hat in Kooperation mit der National Coalition eine neue, überarbeitete Auflage ihrer Broschüre "Die Rechte des Kindes" vorgelegt. Die Broschüre erläutert das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes. In einer kindgerechten Sprache werden die einzelnen Artikel der Konvention erläutert.
Die für Kinder ansprechend gestaltete Broschüre ist gut geeignet, Kinder über ihre Rechte aufzuklären. Sie dient als Grundlage dazu, Kinderrechte im Unterricht zu thematisieren. Die Broschüre enthält ein Vorwort der Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Frau Ute Schäfer, sowie ein Vorwort der Sprecher der National Coalition, Frau Dr. Skutta und Herrn Prof. Dr. Maywald.
Bezug: Die Broschüre kann kostenfrei über das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen bestellt werden.

Projekt „Dialog der Kinder- und Jugendlichen mit Genf“, UN-Dialog
Kirsten Schweder, Referentin der Koordinierungsstelle

Wie bereits im vergangenen Newsletter angekündigt, startete im Mai des Jahres ein vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördertes Projekt der National Coalition, das Kinder- und Jugendliche aus Deutschland am UN-Dialog mit dem UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes beteiligt.
Im Rahmen der Berichterstattung gemäß Art. 44 der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) haben Kinder- und Jugendliche im Zusammenhang mit der Vorlage des Dritt-/Viertberichtes der Bundesregierung an den UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes in Genf, erstmalig auch einen eigenen „Kinder- und Jugendbericht“ erarbeitet.

Kinder und Jugendliche werden auch im weiteren Prozess des UN-Dialog Prozesses häufig in den Dialog mit den Mitgliedern des UN-Ausschusses eingebunden. Der UN-Ausschuss sieht dazu jedoch kein „gesondertes Prozedere“ vor, d.h. es gibt keinen eigenen feststehenden Anhörungstermin nur für Kinder- und Jugendliche. Der National Coalition war es wichtig, den begonnenen Dialog der Kinder- und Jugendlichen im Nachgang zum Kinder- und Jugendreport fortzusetzten und Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, mit Mitgliedern des UN-Ausschusses in den Dialog zu treten.

Einladung zu bundesweiten Arbeitstreffen
Über die Strukturen der Mitglieder der National Coalition und der Kinder- und Jugendhilfe wurden interessierte Kinder- und Jugendliche im Juni d.J. eingeladen mitzumachen und sich für die Teilnahme an einem der Arbeitstreffen zu bewerben.
Der Beirat, der das Projekt begleitet, hat seine Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer so getroffen, dass eine möglichst „bunt gemischte“ Gruppe junger Menschen an den drei Arbeitstreffen teilnimmt. Kriterien bei der Auswahl waren zum Beispiel die unterschiedlichen kinderrechtlichen Themen, die den Kindern und Jugendlichen unter den Nägeln brennen bzw. mit denen sie sich schon beschäftigt haben. Wichtig war jedoch auch eine „ausgewogenen Mischung“ der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hinsichtlich des  Alters und des Geschlechts, der Schulform etc...
Im Oktober und November werden insgesamt 60 Kinder und Jugendliche in Berlin, Dachau und Bad Hersfeld zusammentreffen. Im Rahmen der Treffen wird der Dialog mit Mitgliedern des UN-Ausschusses, der voraussichtlich im Januar 2014 stattfinden wird, vorbereitet. Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen wird dann im nächsten Jahr zu einem side event nach Genf reisen, um die Situation zum Stand der Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland aus Sicht von Kindern und Jugendlichen zu schildern. Sie erhalten die Gelegenheit Probleme zu benennen und Anregungen zu geben und somit ebenfalls Einfluss auf die Abschließenden Bemerkungen (Concluding Observation) des UN-Ausschusses zu nehmen, die der UN-Ausschuss im Frühjahr 2013, im Nachgang der Anhörung mit der Bundesregierung, veröffentlichen wird.

Broschüre zum UN-Dialog: „Kinderrechte verwirklichen“

In einer kindgerechten Broschüre, die Anfang Oktober von der National Coalition herausgegeben wird, sollen Kinder und Jugendliche, über Kinderrechte, das Prozedere rund um den UN-Dialog und die Arbeit der National Coalition informiert werden. Prof. Lothar Krappmann, ehemaliges Mitglied des UN-Ausschusses, beschreibt in einem Interview sehr eindrucksvoll und bildhaft den spannenden Alltag eines Mitglieds des UN-Ausschusses.
Die Broschüre kann ab Oktober per E-Mail kostenlos bei der National Coalition angefordert werden.

Kampagne „Jetzt erst Recht(e) für Flüchtlingskinder!“

Die in der Kampagne „Jetzt erst Recht(e) für Flüchtlingskinder“ zusammengeschlossenen Organisationen sehen umfangreichen Handlungsbedarf, bis die Rechte von Flüchtlingskindern in Deutschland sichergestellt sind. Ziel der Kampagne ist es, alle in der UN-Kinderrechtskonvention garantierten Rechte für Minderjährige auch für die Flüchtlingskinder in Deutschland zu realisieren. Insbesondere nach der Rücknahme der Vorbehalte zur UN-Kinderrechtskonvention müssen Bundesregierung und Länder ihre Gesetze anpassen. Um den Handlungsbedarf aus Sicht der zur Bundestagswahl 2013 antretenden Parteien zu erfragen, haben die in der Kampagne vertretenen Organisationen Wahlprüfsteine erstellt. Wir haben die derzeit im Bundestag vertretenen Parteien gebeten auf Fragen zu zehn Bereichen Stellung zu nehmen. Die Wahlprüfsteine setzten sich aus folgenden Themenkomplexen zusammen:


1.    Einheit der Familie
2.    Inobhutnahme von unbegleiteten Minderjährigen
3.    Asyl- und aufenthaltsrechtliche Verfahren zum Wohl des Kindes
4.    Zugang zu Schule und Ausbildung
5.    Meldepflicht für Kinder ohne Aufenthaltsstatus
6.    Sozialleistungen für junge Menschen ohne deutschen Pass
7.    Unterbringung von Kindern in „Lagern“
8.    Abschiebungshaft für Kinder
9.    Kindeswohlprüfung vor der Rückführung
10.    Vorrang des Kindeswohls


Alle fünf im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien schickten den in der Kampagne vertretenen Organisationen und Verbänden Antworten auf die Wahlprüfsteine zu. Die Fragen und Antworten finden Sie in Kürze unter www.jetzterstrechte.de.




Kinderrechte aktuell

 

Veröffentlichung der List of Issues für Deutschland

Nachdem Vertreterinnen und Vertreter von deutschen NGOs und der National Coalition am 18. Juni vor dem UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes über die Situation der Kinderrechte in Deutschland berichtet haben (siehe hierzu den Bericht des Sprechers der NC, Prof. Dr. Jörg Maywald, im Newsletter 3/2013 der NC, ist nun vom Ausschuss die List of Issues für Deutschland veröffentlicht worden. Die List of Issues können Sie auf der Seite des Ausschusses hier abrufen.
In drei Teilen werden hier Nachfragen gestellt und Konkretisierungen anhand des Berichts der Vertreterinnen und Vertreter erbeten. Dabei werden im ersten Teil inhaltliche Fragen zur Situation der Kinderrechte in Deutschland gestellt, der zweite Teil beschäftigt sich mit der gesetzlichen Situation, bzw. mit Programmen und Instrumenten der Menschenrechtspolitik in Deutschland und in einem dritten Teil werden Daten und Statistiken sowie weitere Informationen zu den Kinderrechten angefragt.
Die List of Issues richtet sich an die Bundesregierung und soll möglichst bis zum 1. November 2013 eine Beantwortung finden.

Das Generationen-Manifest

Vor dem Hintergrund weltweiter Probleme – Klimawandel, Wirtschafts- und Finanzkrise, Armut, Nord-Süd-Probleme, Gefährdung der Menschenrechte – gehört es zu den vordringlichsten Aufgaben einer verantwortungsbewussten Gesellschaft, künftigen Generationen die Lebensgrundlage zu erhalten. Die verfassungsrechtliche Vorgabe hierzu in Art. 20a GG ist nahezu unbeachtet geblieben. Tatsächlich verändern wir durch unser Verhalten das Klima und die Umwelt in bedenklichem Umfang. Wir verschulden den Staat viel zu hoch. Wir sind im Begriffe, ein Wirtschaftssystem zu verfestigen, das zu Lasten existenzieller humanitärer Prinzipien geprägt wird von einem nahezu ausschließlich gewinnorientierten, insbesondere die Belange junger Menschen missachtenden Konkurrenzkampf um Chancen und Arbeitsplätze. Lange haben wir zugesehen, wie die Problemberge immer größer und die Politik immer handlungsunfähiger wurden.
Das Generations-Manifest ist ein Beitrag zu einer grundsätzlichen Umorientierung, um die drohende „systematische Zerstörung der Chancen der nächsten und der nachfolgenden Generationen“ zu verhindern. Namhafte Prominente veröffentlichten das Generationen-Manifest und warnen Regierung und Politik vor der fahrlässigen Gefährdung zukünftiger Generationen.
Zu den Erstunterzeichnern gehören u.a.: Franz Alt, Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Dr. Volker Hauff, Prof. Gesine Schwan, Mario Müller-Westernhagen,Benno Fürmann, Aglaia Szyskowitz, Prof. Peter Hennicke, Walter Sittler und seine Frau Sigrid Klausmann, Prof. Nico Paech, Prof. Harald Welzer und Felix Finkbeiner.
Unter www.dasgenerationenmanifest.de besteht die Möglichkeit sich das Manifest durchzulesen und sich über die Initiative zu informieren und mit zu unterzeichnen!


Jetzt um den medius 2014 bewerben

Die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. (DKHW), die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF) schreiben den medius 2014 aus. Der Preis ist mit insgesamt 2.500 Euro dotiert und würdigt wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten aus dem deutschsprachigen Raum, die sich mit innovativen Aspekten der Medien, Pädagogik oder des Jugendmedienschutzes auseinandersetzen. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2013, die Arbeiten können bei der GMK oder der FSF eingereicht werden.

Im Vordergrund stehen die Kriterien Interdisziplinarität (Impulse, die Medientheorie und Praxis mit anderen Disziplinen der Sozialpädagogik oder Schulpädagogik verbinden), Theorie-Praxis-Verbindung (die sinnvolle Verbindung und kritische Reflexion von Medientheorie und -praxis, eine Beschäftigung mit der Lebenswelt von Kindern und deren Chancengleichheit sowie ihrer Partizipation an gesellschaftlichen Prozessen ist hierbei im besonderen Maße erwünscht) und Internationalisierung (Arbeiten, die unter Berücksichtigung der internationalen Forschungslage die aktuelle Medienentwicklung reflektieren).

Es können Arbeiten von Fachhochschulen und Hochschulen eingereicht werden, die 2012 oder 2013 abgeschlossen worden sind, in der Regel BA, Master, Magister, Diplom oder Staatsexamen. Vorschlagsberechtigt sind die betreuenden Dozentinnen und Dozenten. Die Absolventinnen und Absolventen können ihre Arbeit auch selbst einreichen, wenn sie den Nachweis erbringen, dass diese mit "sehr gut" bewertet worden ist.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 18.07.2013

UNICEF startet weltweite Initiative „End Violence“ zum Schutz von Kindern vor Gewalt

Liam Neeson macht mit UNICEF das Unsichtbare sichtbar
New York/ Köln, den 31. Juli 2013. Grausame Verbrechen wie Massenvergewaltigungen von Mädchen in Indien oder Südafrika haben in den vergangenen Monaten weltweit für Entrüstung gesorgt. Dennoch sind diese Fälle nur die Spitze eines Eisbergs: Zu Gewalt gegen Kinder kommt es jeden Tag und in jedem Land der Erde. Meist finden die Taten im Verborgenen statt, und die Täter bleiben oft unbestraft. Heute startet UNICEF die weltweite Initiative „End Violence“ gegen Gewalt an Kindern und ruft Bürger und Regierungen auf, sich für ihren Schutz zu engagieren. Zum Start der Initiative fordert der UNICEF-Botschafter und Schauspieler Liam Neeson („Schindlers Liste“) in einem Video-Spot zum Hinschauen auf: „Nur, weil du Gewalt gegen Kinder nicht siehst, heißt es nicht, dass sie nicht da ist. Mach das Unsichtbare sichtbar. Hilf uns dabei, Gewalt gegen Kinder zu beenden.“
In dem Spot zeigt Liam Neeson, dass Mädchen und Jungen überall Opfer von Gewalt sein können: zu Hause, in der Schule, an öffentlichen Plätzen oder auch im Internet. Zu sehen sind aber keine Gewaltszenen, sondern leere Tatorte. „Hier schlägt gerade ein Lehrer einen Jungen, weil er eine freche Antwort gegeben hat, und der Rest der Klasse guckt zu“, kommentiert Liam Neeson im Video. „Hier wird gerade ein Kleinkind von seiner Mutter geschlagen, weil es ein Glas zerbrochen hat.“
Gerade weil Gewalt gegen Kinder häufig nicht gesehen und nicht angezeigt wird, gibt es keine Zahlen über das genaue Ausmaß des Problems. Trotzdem geben vorsichtige Schätzungen von UNICEF und anderen Organisationen großen Anlass zur Sorge. Laut UNICEF-Haushaltsbefragungen erleben in Jemen oder Togo mehr als 90 Prozent der Kinder körperliche oder seelische Gewalt, in Weißrussland sind es 84 Prozent und in Vietnam 74 Prozent. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass allein im Jahr 2002 rund 150 Millionen Mädchen und 73 Millionen Jungen unter 18 Jahren Opfer von sexueller Gewalt und Ausbeutung wurden. Schwerste Kinderrechtsverletzungen wie Zwangsheiraten, Kinderarbeit, Genitalverstümmelung, Kinderhandel und Zwangsprostitution sind weiter millionenfach verbreitet.
Das Recht auf Schutz vor Gewaltanwendung, Missbrauch und Verwahrlosung ist ausdrücklich in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben (Artikel 19). In Deutschland gilt seit 2000 das Gesetz zur gewaltfreien Erziehung.
Mit der Initiative „End Violence“ möchte UNICEF Mädchen und Jungen, Eltern, Lehrer sowie alle Bürger und Politiker für das Thema sensibilisieren und sie ermutigen, im Kampf gegen Gewalt aktiv zu werden. Unter anderem ruft UNICEF in sozialen Netzwerken zu Diskussionen und einer Foto-Mitmach-Aktion auf.
Der englisch-sprachige Spot mit UNICEF-Botschafter Liam Neeson sowie weitere Informationen zur Initiative „End Violence“ stehen auf www.unicef.de/endviolence.
Service für Redaktionen: Der Spot mit Liam Neeson und weiteres Videomaterial stehen zum Download hier zur Verfügung. Gerne stellen wir Ihnen auch Fotos zum Thema Gewalt gegen Kinder zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung vom 31.07.2013

Neuer Webauftritt „fernsicht“
Die Bildungsabteilung im iz3w - informationszentrum 3. welt heißt ab jetzt "fernsicht" und hat einen neuen Online-Auftritt.

Unter der Adresse http://www.fernsicht-bildung.org gibt es ausführliche Informationen über unsere nord-südpolitische Bildungsarbeit. Von Projekttagen für Schulen und Jugendgruppen und Workshops für Erwachsene über Methoden-Sammlungen für Lehrkräfte bis hin zu Filmen und Audioreihen für eine politisch interessierte Öffentlichkeit, bietet fernsicht eine breite Palette an spannenden Formaten und Inhalten.
Ganz aktuell stehen umfangreiche Bildungsmaterialien und eine Radioreihe zum Thema „Recht auf Stadt“ kostenfrei zum Download bereit.

Quelle: E-Mail vom 31.07.2013

Neue Mitmach-Seite zum Aktionstag Kinderrechte / Unterrichtsmaterial für Schulen     
Kinder stellen Hausaufgaben für Politiker

Auf der Onlineplattform www.aktionstag-kinderrechte.de können Kinder und Jugendliche ab sofort den zukünftigen Bundestagsabgeordneten Hausaufgaben für die nächste Legislaturperiode stellen. UNICEF Deutschland ruft alle Kinder und Jugendliche bundesweit dazu auf, sich an der Aktion zu beteiligen. „Das ist eure Chance, bei der Politik in Deutschland mitzumischen“, sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Welche Kinderrechte sind euch besonders wichtig? Wo werden sie in eurem Wohnort verletzt? Was müsste sich ändern? Über die Plattform könnt ihr direkt diejenigen ansprechen, die die Politik der nächsten Jahre gestalten werden.“
Mitmachen können einzelne Kinder und Jugendliche, Gruppen oder Schulklassen aller Altersgruppen. Sie werden auf der Aktionsseite dazu aufgerufen, den Bundestagsabgeordneten ihres Wahlkreises Hausaufgaben für die nächste Legislaturperiode mitzugeben und eigene konkrete Vorschläge zu machen. Gleichzeitig können sie mit weiteren Nutzern der Plattform über die Kinderrechte diskutieren. Nach der Bundestagswahl erhalten die zukünftigen Bundestagsabgeordneten aus den jeweiligen Wahlkreisen die Möglichkeit, über die Onlineplattform auf die gestellten Hausaufgaben zu reagieren.
 
Die Umfrage findet im Rahmen des Aktionstags Kinderrechte rund um den Geburtstag der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November statt. Unter dem Motto „Ich hab immer Rechte“ rufen UNICEF und der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, bereits zum vierten Mal bundesweit zum Aktionstag Kinderrechte auf. UNICEF will die Kinder und Jugendlichen dabei unterstützen, ihre Ideen und ihre Meinung zum Thema Kinderrechte zu formulieren und zu vertreten – nicht nur im Internet, sondern auch vor den Politikern des jeweiligen Wahlkreises. Besonders in den Schulen sollen die Mädchen und Jungen im Vorfeld über die Kinderrechte informiert werden. Dazu stellt UNICEF neues Unterrichtsmaterial zum Thema „Wasser“ für die Klassen 4-8 zur Verfügung. Das Material ist Teil einer Reihe zu unterschiedlichen Kinderrechtsthemen für die Klassen 3-10 und kann unter www.unicef.de/material bestellt oder direkt heruntergeladen werden.

Quelle: Pressemitteilung vom 01.08.2013

Kinder- und Jugendwahl U18 auf vollen Touren!
Endspurt der Kinder- und Jugendwahl U18!

Die Kinder- und Jugendwahl U18 ist eine der größten bildungspolitischen Initiative für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Neun Tage vor der amtlichen Bundestagswahl, am 13. September 2013, können alle Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wählen gehen. Dazu melden sich Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulen, Sportvereine oder andere Einrichtungen, in denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten, als Wahllokal an. U18-Wahllokale müssen lediglich kurz vor der Wahl Stimmzettel von der U18-Website www.u18.org herunterladen, in der gewünschten Anzahl kopieren und auslegen sowie Wahlurne und Wahlkabine stellen. Die Ergebnisse werden am U18-Wahlabend online präsentiert. Politische Bildungsarbeit im Vorfeld ist erwünscht, aber keine Bedingung. Didaktische Materialien sowie Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit werden stehen auf www.u18.org zur Verfügung. Auch Ihr könnt ein Wahllokal anmelden – einfach hier eintragen.
Prominent unterstützt wird die U18-Wahl von TV-Moderator Ralph Caspers.
Ziel von U18 ist es, Kinder und Jugendliche dauerhaft für Politik zu begeistern und sie darin zu unterstützen, Politik zu verstehen und Unterschiede in den Partei- und Wahlprogrammen zu erkennen.
Organisiert und getragen wird die U18-Initiative vom Deutschen Kinderhilfswerk, dem Deutschen Bundesjugendring, den Landesjugendringen, vielen Jugendverbänden und dem Berliner U18-Netzwerk. Gefördert wird die U18-Initiative vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Bundeszentrale für politische Bildung. Die PR- und Werbeagentur united communications sowie lokale Partner unterstützen das Projekt.
Eröffnet Wahllokale und nehmt an der U18-Wahl am 13.9.2013 teil! Anmeldung von Wahllokalen und weitere Infos unter www.u18.org.

Quelle: Newsletter des Deutschen Kinderhilfswerks August 2013   

Online-Aktion mit Spitzenpolitikern zur Bundestagswahl / Appell „Kinder zuerst“
UNICEF-Wahlkampfcheck: Wie halten es die Parteien mit den Kinderrechten?

Vier Wochen vor der Bundestagswahl startet UNICEF Deutschland einen Wahlkampfcheck zum Thema Kinderrechte: Die Spitzenpolitiker der fünf im Bundestag vertretenen Fraktionen Dorothee Bär (CDU/CSU), Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/ Die Grünen), Miriam Gruß (FDP), Gregor Gysi (Die Linke.) und Manuela Schwesig (SPD)  nehmen auf Facebook und Twitter (@UNICEFgermany) dazu Stellung, wie ihre Partei sich nach der Wahl für Kinder und Jugendliche in Deutschland einsetzen will.


Auf diese fünf Fragen geben die Spitzenkandidaten in dieser Woche jeden Tag Antwort. Diese sind auch auf www.unicef.de zu lesen:


•    Was wäre Ihre erste Amtshandlung als erster nationaler Kinderbeauftragter Deutschlands?
•    Was wollen Sie konkret gegen Kinderarmut tun?
•    Was wollen Sie für mehr Chancengerechtigkeit tun?
•    Wo würden Sie investieren, um Kinder besser vor Gewalt zu schützen?
•    Bei welcher politischen Entscheidung haben Sie zuletzt auf ein Kind gehört?


Gleichzeitig wendet sich UNICEF mit einem Aufruf direkt an alle Abgeordneten und Kandidaten für den neuen Bundestag. Unter dem Motto „Kinder zuerst“ werden sie dazu aufgerufen, sich in der nächsten Legislaturperiode besonders für die Rechte von Kindern in Deutschland einzusetzen. Den Appell hat UNICEF an rund 1.000 der aussichtsreichsten Kandidaten verschickt. „Das Wohl der Kinder muss in den Mittelpunkt des politischen Denkens und Handelns gestellt werden“, erklärt dazu Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Alle Kinder in Deutschland müssen vor Armut und Gewalt geschützt und angemessen beteiligt werden. Ein nationaler Kinderbeauftragter muss die Umsetzung dieser Rechte im Blick behalten.“ UNICEF Deutschland setzt sich gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Kinderrechte dafür ein, die Kinderrechte in das Grundgesetz aufzunehmen.
Auch Kinder und Jugendliche können ihre Forderungen in Deutschland an den neuen Bundestag weitergeben: Auf www.aktionstag-kinderrechte.de können Mädchen und Jungen den zukünftigen Abgeordneten ihres Wahlkreises Hausaufgaben für die nächste Legislaturperiode stellen. Die Umfrage findet im Rahmen des Aktionstags Kinderrechte am 20. November statt.
Lesen Sie die Stellungnahmen der Spitzenpolitiker und den vollständigen Text des Appells „Kinder zuerst“ auf www.unicef.de/kinderrechte.

Quelle: Pressemitteilung vom 26.08.2013

Neue Broschüre der International Coalition for the OP CRC for a communications procedure

Die International Coalition for the OP CRC (Internationale Coalition für das Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention ein Individualbeschwerdeverfahren betreffend) hat die Broschüre „Speak Up“ herausgegeben, in der in kindgerechter Sprache über das 3. Zusatzprotokoll der UN-KRK informiert und die Staaten zur Ratifizierung aufruft.
Bislang haben sechs Staaten das Abkommen ratifiziert, damit es in Kraft tritt, müssen es mindestens zehn Vertragsstaaten ratifizieren.

Zur englischsprachigen Broschüre gelangen Sie hier.
Zur Website der International Coalition fort he OP CRC for a communications procedure gelangen Sie hier.

Neue Veröffentlichung des Bundesjugendkuratoriums:
 „Von gefühlten zu gelebten Realitäten - Plädoyer für einen Datenbericht zur Entwicklung der Kinderrechte in Deutschland“

Das Bundesjugendkuratorium spricht sich für die indikatorenbasierte Berichterstattung zur Entwicklung der Kinderrechte in Deutschland aus. Hintergrund der Überlegungen ist es, die Berichterstattung zur Entwicklung der Kinderrechte in Deutschland auf ein solides Fundament indikatorengestützter Berichterstattung zu stellen, um damit sowohl für den Staatenbericht als auch für den Parallelbericht eine gemeinsame Grundlage zu schaffen. Das Bundesjugendkuratorium hat in seinem beiliegenden Plädoyer den Mehrwert eines solchen Berichtes erarbeitet, sowie erste Vorschläge für die Gestaltung und Orientierung der Indikatoren an den Bereichen „Schützen – Fördern – Beteiligen“.
 
Die Datenlage ist in vielen Bereichen ausreichend, entscheidend ist aus Sicht des Bundesjugendkuratoriums die analytische Ausrichtung der Indikatoren. Diese sollten durch eine Kommission aus Expertinnen und Experten in einem Diskussionsprozess erarbeitet werden, an dem mitzuwirken das Bundesjugendkuratorium ausdrücklich seine Bereitschaft erklärt.
 
Mit diesem Vorgehen würde die Entwicklung der Kinderrechte weniger an gefühlten Realitäten und mehr an nachvollziehbaren Kennziffern diskutiert, weiterentwickelt und verfolgt.

Hier gelangen Sie zum Plädoyer.

Weitere Informationen und Stellungahmen finden Sie hier.

Quelle: E-Mail vom 04.09.2013




Publikationen und Veranstaltungen

 

Publikationen

Kinodokumentarfilm über einen Schulanfänger - zur Freude und als Weiterbildungsmöglichkeit

Der Kinodokumentarfilm "Pauls Schulweg" beschäftigt sich mit dem ersten halben Jahr in der Schule. Es ist ein sehr lustiger Film für Große und Kleine und eine Entdeckungsreise in diesen so wichtigen und oft unterschätzen Lebensabschnitt.
Passend zum Schulanfang wird dieser Film jeweils zum Schuljahresbeginn in den verschiedenen Bundesländern (auch in Berlin) in den Kinos laufen. Wo und wann überall sehen Sie auf der Website des Filmes (s.u.)

Das Thüringer Ministerium empfiehlt den Film inzwischen auf seinem Schulportal.

"Pauls Schulweg" zeigt auf sehr fröhliche und auch emotionale Weise, was ein Kind erlebt, wenn es in eine Schule kommt. Aber auch wie die Schule, hier eine Jenaplanschule, mit einem Kind umgeht, das in seiner Individualität und auch beim Lernen ernst genommen werden möchte. Vor allem aber macht der Film sehr deutlich, dass Kinder und ihre Suche nach Freundschaft genauso ein Recht haben, ernst genommen zu werden, wie wir Erwachsene das auch für uns beanspruchen. Ein wirklich universelles Thema und ein Film für Große und Kleine.

Dabei werden Bereiche thematisiert wie: Übergang von Kindergarten zu Schule, individuelle Förderung in altersgemischten Gruppen, Reformpädagogik, Begabtenförderung. Im Mittelpunkt steht das Kind Paul mit seinem Erleben. Erzählt wird aus der Kinderperspektive, gespiegelt aus der Perspektive von zwei Lehrerinnen und seiner Mutter. So erhält man einen sehr intimen Einblick in eine Grundschule und das Familienleben eines Kindes, der einem normalerweise verwehrt ist. Vor allem anderen aber ist es ein sehr einfühlsamer und extrem lustiger Film.

www.pauls-schulweg.de

Quelle: E-Mail vom 11.07.2013

Literaturempfehlungen zu den Themen Migration, Asyl und Menschenrechte

Zwischen Anspruch und Realität
Der Anspruch, traumatisierten Menschen in Not zu helfen, für die sich sonst niemand verantwortlich zeigt, wird in der Realität mit vielen Herausforderungen und Schwierigkeiten konfrontiert. Die von der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. (BAfF) vorgelegte Evaluation des Projekts EXSEM hat die kritische Reflexion, Analyse und Weiterentwicklung der Arbeit der Flüchtlingszentren und somit die Verbesserung der Versorgung von Flüchtlingen in Deutschland zum Ziel. 94 S., kart., € 12,90   Bestell-Nr.: 000-338

Unerwünscht
Die drei Brüder Mojtaba Sadinam, Masoud Sadinam, Milad Sadinam aus dem Iran erzählen ihre deutsche Geschichte. Dieses Buch ist die Geschichte einer Suche dreier junger Menschen nach Heimat, Freiheit und dem Wunsch, dazuzugehören. Es ist das Protokoll eines Flüchtlingsschicksals - vor allem aber eine so noch nicht gelesene Parabel über Brüderlichkeit, Mut und Menschlichkeit. 251 S., kart., € 16,99   Bestell-Nr.: 111-1079

Sie können die Bücher hier bestellen.


Schulische Kinderrechtsbildung in Deutschland: Eine Untersuchung zur Umsetzung des Art. 42 KRK im deutschen Schulwesen

Der Autor, Torsten Krause, prüft, inwieweit es gelingt, in der Schule einen angemessenen Rahmen für die Vermittlung von Kinderrechten zu etablieren. Dazu wurden die Rahmenlehrpläne der Bundesländer sowie die verfügbaren Fort- und Weiterbildungsangebote auf Landesebene untersucht. Die Auswertung ergänzt er durch qualitative Expertinnen- und Experten Interviews, die auch für sich gelesen schon wertvolle Schlüsse zulassen. Erfreuliches Fazit der Untersuchung ist das uneingeschränkte Ja zu Kinderrechten, das sich bei allen Interviews und mit Ausnahmen auch in den Rahmenlehrplänen finden lässt. Insgesamt jedoch kommt Krause zu einer kritischen Einschätzung der Kompetenzen und Möglichkeiten der Lehrerinnen und Lehrer, sich durch Fort- und Weiterbildung zu Agentinnen und Agenten der Kinderrechte zu entwickeln.

Sie können die Publikation hier bestellen.

Quelle: Children’s Rights Newsletter August – Volume 7, Issue 8.

Veranstaltungen

Konferenz "Kinderrechte und die Qualität pädagogischer Beziehungen"

Die Veranstaltung hat zum Ziel Analysen zur Qualität pädagogischer Beziehungen zu präsentieren und Schritte zu Ihrer Verbesserung zu initiieren.  Die Hauptkonferenz findet am 3./4.10.2013 in Potsdam statt. Hinzu kommt ein Rahmenprogramm am 5.10.2013 in Reckahn. Bundesweit renommierte Personen und Institutionen kooperieren bei diesem Vorhaben. Dr. Christine Bergmann, Bundesministerin a.D., ist Schirmherrin.

Alle Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier auf der Konferenzhomepage.

Die Tagung richtet sich an Personen aus Praxis, Wissenschaft und Bildungspolitik und bezieht alle pädagogischen Arbeitsfelder mit ein. Auch Studierende sind herzlich eingeladen. Die Gebühren konnten - dank der Unterstützer - gering gehalten werden und schließen die Tagungsverpflegung mit ein.

Quelle: E-Mail vom 08.07.2013

PfV-Fachtagung „Quo Vadis Professionalisierung? Blick auf ein bewegtes Feld der Frühpädagogik“

Die Veranstaltung findet vom 27.-28. September 2013 im Ev. Fröbelseminar Kassel statt. Derzeit gibt es noch freie Plätze!

Über die Website  www.pfv.info  können Sie sich direkt anmelden und finden dort auch alle Informationen zur Tagung.  Auch ein Formular zur Buchung eines Hotelzimmers über die Kassel Marketing GmbH ist dort hinterlegt.

Quelle: E-Mail vom 22.08.2013

Eliminating Domestic Violence in Europe

Am 17. September 2013 findet in Brüssel das internationale Symposium zu häuslicher Gewalt in Europa statt.

Hier gelangen Sie zu Programm und Anmeldeformular.

Quelle: E-Mail vom 25.07.2013

Young Runaways and Missing Children in Europe

Am 2. Oktober findet in Brüssel das international Symposium zu jugendlichen Ausreißern und vermissten Kindern und Jugendlichen in Europa statt.

Hier gelangen Sie zu Programm und Anmeldeformular.

Quelle: Email vom 07.08.2013

Fachtagung „Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung“

Vom 22. bis 23. Oktober 2013 veranstaltet der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. - als gemeinsames Forum von Kommunen und Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen, der Bundesländer und von den Vertreter/innen der Wissenschaft für alle Bereiche der sozialen Arbeit und der Sozialpolitik - im Best Western Grand City Hotel Berlin Mitte in Berlin-Wedding, die Fachtagung F 2217/13 zum Thema „Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung".
Im Rahmen dieser Fachveranstaltung sollen nach einer grundsätzlichen Einführung in die Debatte, gemeinsame Lösungsoptionen und mögliche Konsenslinien - auf der Grundlage erfolgreicher Praxisbeispiele - aufgezeigt und herausgearbeitet und in einer abschließenden Podiumsdiskussion vertieft werden.
Anmeldeschluss ist am 22.08.2013. Gerne können Sie sich online anmelden.  Die Seminarkosten betragen 125,- € für Mitglieder und Mitarbeiter/innen bei Mitgliedern des Deutschen Vereins bzw. 157,- € für Nichtmitglieder. Die Tagungsstätte berechnet auf Grundlage von Pauschalen: 135,- € (Übernachtung/Frühstück/Mittag-/Abendessen).

Weltkindertagsfest des Deutschen Kinderhilfswerks am 22. September 2013

Der Bundespräsident Joachim Gauck übernimmt die Schirmherrschaft für das diesjährige bundeszentrale Weltkindertagsfest. Das Kinder- und Familienfest zum Weltkindertag 2013 findet am Sonntag, den 22. September 2013 von 11:00 bis 18:00 Uhr rund um den Potsdamer Platz im Herzen Berlins statt. Es steht diesmal unter dem Motto: "Chancen für Kinder!"
Weitere Informationen finden Sie hier.

Fortsetzung Fortbildungsreihe „Kinderrechte lernen und leben“

Das Modellschul-Netzwerk für Kinderrechte Rhein-Main setzt die Fortbildungsreihe „Kinderrechte lernen und leben“ als Qualifizierungsangebot „von Schulen für Schulen“ fort. Seit 2010 arbeiten zehn Modellschulen in dem Netzwerk, das unter Schirmherrschaft der hessischen Kultusministerin steht und von dem Verein Makista durchgeführt wird (Mehr unter www.makista.de/schulnetzwerk oder www.kinderrechteschulen.de).

Ab September 2013 finden fünf Fortbildungen statt, an denen die Modellschulen zeigen, wie sie die Kinderrechte in einzelnen Unterrichtsfächern, in Projekten und als Teil ihrer Schulkultur umsetzen – so wie es der Hessische Referenzrahmen Schulqualität seit Ende 2011 empfiehlt (siehe Anhang).
Das Angebot richtet sich an hessische Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, Studierende, Eltern und weitere Interessierte. Die Fortbildungen sind kostenlos und als hessische Lehrerfortbildung über den Veranstalter Makista akkreditiert.

Quelle: E-Mail vom 12.08.2013

Ausschreibung Moderation und Trainer in der Kinder- und Jugendbeteiligung

Wir möchten Sie auf die Ausschreibungen zur Weiterbildung zur Moderatorin/ zum Moderator für Kinder- und Jugendbeteiligung und für die Trainerinnen- und Trainerausbildung für selbige Weiterbildung des Deutschen Kinderhilfswerks e.V. aufmerksam machen.

Mehr Informationen zur Moderationsweiterbildung finden Sie hier.
Mehr Informationen zur Trainerinnen- und Trainerausbildung finden Sie hier.

Quelle: E-Mail vom 13.08.2013

7. Fachforum „Von der Jugend aus gedacht: Für ein neues Zusammenspiel von Schule und außerschulischen Lern- und Bildungsorten!" 8. Oktober 2013, Nürnberg

Junge Menschen lernen überall – neben der Schule sind unter anderem Familien, Verbände, Vereine, Jugendgruppen, Einrichtungen der Jugendbildung und etwa auch Jugendhäuser zentrale Lern- und Bildungsorte. Das Zusammenspiel von schulischen und außerschulischen Lern- und Bildungsorten muss stärker als bislang von den Jugendlichen aus gedacht werden – ihre Erfahrungen, ihre Bedürfnisse und ihr Alltag gehören in den Mittelpunkt. Wichtig ist vor allem eine gegenseitige Akzeptanz und eine gute Abstimmung der unterschiedlichen Bildungsangebote.
Im Rahmen der Fachforumsreihe zur Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik lädt das Zentrum Eigenständige Jugendpolitik in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) zum 7. Fachforum „Von der Jugend aus gedacht: Für ein neues Zusammenspiel von Schule und außerschulischen Lern- und Bildungsorten!" am 8. Oktober 2013 von 11.00 bis 17.00 Uhr in Nürnberg ein. Bei der Veranstaltung handelt es sich um das dritte Fachforum, das zur Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik zum Thema „Schule und außerschulische Lern- und Bildungsorte“ durchgeführt wird. Bereits im Mittelpunkt standen die Anerkennung außerschulischer Bildung und der Lern- und Lebensort Schule.
In Nürnberg wollen wir nun auf zentrale Ergebnisse aufbauen, die bisher im Prozess der Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik zum Anwendungsfeld „Schule und außerschulische Lern- und Bildungsorte“ erarbeitet wurden. Im Fokus stehen dabei die Empfehlungen der Expertengruppe des Zentrums Eigenständige Jugendpolitik. Auf Grundlage dieser Empfehlungen sollen konkrete jugendpolitische Aktivitäten erarbeitet werden. Das Fachforum bietet Raum, um darüber zu diskutieren, wie sich eine Weiterentwicklung des Zusammenspiels von schulischen und außerschulischen Lern- und Bildungsorten am Wohlbefinden von Jugendlichen orientieren kann. Dabei geht es um Selbstwirksamkeit und Wahlmöglichkeiten, um Zuversicht und Zugänge, um Beziehungen und Freiraum.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: E-Mail vom 14.08.2013

Fachtag für Jugendliche zum Thema Stadtentwicklung

Die Drehscheibe Kinder- und Jugendpolitik Berlin, der Arbeitskreis Stadtentwicklung des Bildungswerks der Heinrich- Böll-Stiftung und die Servicestelle Jugendbeteiligung laden zu einer Fachtagung am 16.10.2013 für Jugendliche von 14-18 Jahren ein. Mit Hilfe eines großen Planspiels wollen wir den Jugendlichen vermitteln, wie sie sich aktiv beim Thema Stadtentwicklung einbringen können.
Der Staatssekretär für Stadtentwicklung und Umwelt, Ephraim Gothe, hat die Schirmherrschaft übernommen und die Staatssekretärin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sigrid Klebba, wir die Veranstaltung besuchen.

Der Anmeldeschluss ist der 26. September 2013. Anmeldungen sind über dieses Formular per Fax oder auch per E-Mail möglich.
Die Anmeldung ganzer Klassen ist möglich und erwünscht.

Quelle: E-Mail vom 20.08.2013

Fortbildung: Kinder und Demokratie "Früh übt sich - Kinder (er)leben und (er)lernen Demokratie"

Vom 29.09. - 02.10.2013 führt das Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e.V.  in seiner Bildungsstätte in Bad Bevensen (GSI) eine Fortbildung zur Demokratieerziehung durch, in der noch Plätze frei sind.
Demokratieerziehung, die Demokratie als Verhaltensform vermittelt, kann nicht früh genug beginnen. Sie erfordert erfahrungsorientierte Konzepte, die den ganzen Menschen ansprechen und eine Haltung des selbstverständlichen Respekts vor dem Anderen frühzeitig entwickeln helfen.
Im Rahmen von Modellprojekten sind Demokratie-Trainingsprogramme für die Zielgruppe Kinder entwickelt und erprobt worden, um die für ein demokratisches Miteinander notwendigen Fähigkeiten früh entwickeln zu können. Erfahrungsorientierte  Lernformen stehen dabei im Mittelpunkt. Die Fortbildung gibt die Gelegenheit, diese Ansätze und Methoden kennen zu lernen, ausgewählte Übungen zu erproben und die Diskussion über die Chancen und Grenzen frühkindlicher Demokratie-Vermittlung zu führen.
Impulse und konkrete Anregungen werden gegeben, die im eigenen  Arbeitsfeld umgesetzt werden können, um eine Kultur des demokratischen Miteinanders bei Kindern (und Erwachsenen) zu fördern.

Weitere Informationen finden Sie hier.
Quelle: E-Mail vom 28.08.2013




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